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Wir waren mal Freunde

Die Schüler der Regelschule Wutha-Farnroda bekamen am letzten Schultag vor den langersehnten Herbstferien eine Unterrichtsstunde der besonderen Art geboten. Das Theaterensemble Radiks aus Berlin spielte für die Schüler der sechsten bis zehnten Klasse in der Hörselberghalle das Stück „Wir waren mal Freunde“. Diese mobile Theaterproduktion für Schulen und Jugendeinrichtungen thematisiert Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Freundschaft und entstand aus einer Zusammenarbeit des Autors Karl Koch mit erfahrenen Lehrkräften und Sozialpädagogen.

Zum Inhalt: Joscha ist 16 Jahre alt und besucht eine Schule, wie sie überall in Deutschland zu finden sein könnte. Sein Vater ist abgehauen, die Mutter muss ihn und seine ältere Schwester Marion alleine über die Runden bringen. Als Joscha einem Obdachlosen das Leben rettet, indem er ihn aus einer noch leerstehenden zukünftigen Flüchtlingsunterkunft befreit, gerät er bald in Verdacht den Brand selbst gelegt zu haben. Von einem Teil seiner Mitschüler wird er in Folge dessen gemieden und angefeindet, von einem anderen Teil erhält er aber auch Zuspruch für „seine Aktion“. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen, da er befürchtet, seine Schwester könnte gemeinsam mit anderen Asylgegnern etwas damit zu tun haben. Im Verlauf der anstehenden Projekttage an seiner Schule zum Thema „Deine Zukunft“ muss er sich außerdem mit den mitunter gegensätzlichen Ansichten seiner Mitschülerin Melek, einer gläubigen Muslimin, die er seit der Grundschule kennt, auseinandersetzen. Reibungspunkte bilden dabei Themen wie soziale Werte, Respekt, Freiheit und Ehre.

Die Schüler beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion mit den Darstellern. Sie bekamen Antworten auf Fragen zum Stück aber auch zu persönlichen der Darsteller. Es wurde auch der Wunsch  für einen zweiten Teil geäußert.

Andrea T. | | Quelle:

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