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 | Bildquelle: © Stadt Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Stadt Eisenach

Acht neue Fahrzeuge für die Eisenacher Feuerwehr

Die Eisenacher Berufsfeuerwehr hat gestern offiziell acht neue Einsatzfahrzeuge bekommen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich teilweise um Einsatztechnik, die bisher in der Stadt Eisenach nicht vorhanden gewesen ist und dringend benötigt wird. Oberbürgermeisterin Katja Wolf übereichte die Fahrzeuge an Brandamtmann Jens Claus (Leiter der Berufsfeuerwehr). Vertreter der Hilfsorganisationen, der Freiwilligen Feuerwehren sowie weitere Gäste machten sich vor Ort ebenfalls ein Bild von den neuen Einsatzfahrzeugen.

Es ist ein beeindruckendes Bild, wenn wir die vielen neuen Fahrzeuge hier sehen, sagte Katja Wolf. Umso mehr, wenn ich Ihnen sage, dass eines der neuen Fahrzeuge ein 15 Jahre altes Löschfahrzeug unserer Berufsfeuerwehr ablöst. Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, gemeinsam mit dem Land und dem Wartburgkreis in neue Technik zu investieren, so die Oberbürgermeisterin.

Das „HLF20“ – Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – finanzierten Stadt (191.000 Euro), Land (125.000 Euro) und Wartburgkreis (48.500 Euro) gemeinsam. Das 15.000 Kilogramm schwere Fahrzeug ist mit sämtlichen Geräten ausgestattet, die beim Löschen von Bränden und bei technischen Hilfeleistungen gebraucht werden. Dazu gehören Seilwinde, Lichtmast, hydraulische Rettungsgeräte, Naßsauger, Wärmebildkamera und Gasmessgeräte. Das HLF 20 ist bei Einsätzen in der Regel mit vier Beamten besetzt.

Katastrophenschutz wird ebenfalls verstärkt
Weitere sieben neue Fahrzeuge sind für den Katastrophenschutz der Stadt Eisenach. Bis 2010 haben die Stadt und der Wartburgkreis gemeinsam diese Fahrzeuge vorgehalten. Nach Inkrafttreten der Thüringer Katastrophenschutz-Verordnung ist das nicht mehr möglich.

Das stellt uns als Stadt vor große Herausforderungen. Wir brauchen diese Einsatztechnik zwingend. Hinzu kommt, dass die Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit  Mitgliederschwund zu kämpfen haben, die Aufgaben des Katastrophenschutzes sich also auf immer weniger Schultern verteilen, sagte Katja Wolf.

Keine leichte Aufgabe, denn aufgrund der neuen Technik müssen die Helfer und Kameraden der Feuerwehren zusätzlich geschult werden.

Neu angeschafft worden sind:
Drei Einsatzleitwagen (je 170.000 Euro, finanziert vom Land Thüringen), zwei Krankentransportwagen (je 116.000 Euro, finanziert vom Land Thüringen), ein Gerätewagen Dekontamination (217.000 Euro, finanziert vom Bund) sowie ein Schlauchwagen (172.000 Euro, finanziert vom Bund). Weil beim Katastrophenschutz Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiter-Samariter-Bund und weitere Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, bekommen die neuen Fahrzeuge unterschiedliche Standorte. Zwei der drei Einsatzleitwagen bleiben bei der Berufsfeuerwehr, das dritte steht beim Deutschen Roten Kreuz Eisenach. Die beiden Krankentransportwagen kommen ebenfalls zum DRK. Der Gerätewagen für die Personen-Dekontamination wird bei der Freiwilligen Feuerwehr Stedtfeld untergebracht, der Schlauchwagen wird bei den Kameraden in Neuenhof stehen.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Nicht vergessen: Nicht die Stadt Eisenach hat aus eigenen Mitteln angeschafft. Das Meiste haben Freistaat (Steuerzahler) und Landkreis (Kreisumlage Umlandgemeinden) bezahlt!

  • Jakob

    So stattliche, spezielle Fahrzeuge könnten sich (zu) kleine Gemeindchen gar nicht leisten, sondern nur auf Amtshilfe aus der reichen Stadt hoffen … (welcome back ;)

    • vigilando ascendimus

      Jeder hat entsprechend seiner Größe seine Aufgaben, und jeder bedarf im Notfall des Anderen Hilfe. Frei nach Moltke: „Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen!“. Ich freue ich micht (wirklich!), dass die Eisenacher Feuerwehr mit Bundes-, Landes- und Landkreishilfe diese Technik nunmehr für sich und auch zur Unterstützung des Umlandes zur Verfügung steht!

      Es ist doch nicht so, dass das Umland der Stadt Eisenach feindlich gesinnt ist. Es will nur, dass die rote Stadtoberin das Umland als gleichberechtigten Partner und nicht dank ihrer roten Brüder in Erfurt als fette Beute betrachtet!

      Und in Not und in Gefahr werden sich Umland und Stadt ohnehin gegenseitig beistehen; das ist doch selbstverständlich!

      • Jakob

        „Es ist doch nicht so, dass das Umland der Stadt Eisenach feindlich
        gesinnt ist. Es will nur, dass die rote Stadtoberin das Umland als
        gleichberechtigten Partner (…) betrachtet!“ – Das Umland könnte ja mal schauen, was sich so „raushandeln“ ließe. Für eine Eingemeindung im gegenseitigen Einvernehmen könnte es doch Zugeständnisse geben. Zum Beispiel satzungsmäßig zugesicherte (Teil-) „Autonomie“ / bessere Einflussnahmemöglichkeiten der Ortsteilräte in bestimmten Bereichen, die die Ortsteile betreffen. Der vielbefürchteten „Bürgerferne“ entgegenwirken.

        • vigilando ascendimus

          Unabhängigkeit ist Unabhängigkeit!. Und Papier ist geduldig!

          Und entweder ist man dann eine Stadt oder nicht. Dieses ganze Ortsteilrecht ist ohnenhin nur ein Plazebo! Kompetenzwirrwahr, welches Gremium nun für was zuständig ist, angehört werden muss, Empfehlungen gibt oder entscheiden darf, ist dann noch größerer Murks.

          Teilautonomie ist scheiße!

          Es gibt nur entweder oder!

    • vigilando ascendimus

      p.s. Es soll sich vor nicht langer Zeit folgendes zugetragen haben: Es brannte in Creuzburg und zur nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung wurde die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Eisenach und die Drehleiter der Stadt Sontra/Hessen angefordert. Die Eisenacher waren natürlich zuerst da! Als die Sontraer kamen, rückten die Eisenacher einfach zur „Stadtbereitschaft“ nach Eisenach wieder ab und ließen die Sontraer weitermachen, die nicht zur „Stadtbreitschaft“ abrückten.

      Das ist eben der Unterschied zwischen hessisch-thüringischer kameradschaftlicher Hilfe und Eisenacher „sozialistischer“ Hilfe.

      Und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen!

      • vigilando ascendimus

        Liebe Stadtverwaltung,

        Stimmt die Geschichte etwa nicht? Eine Stellungnahme der OB hierzu wäre m. A. angezeigt!

        • vigilando ascendimus ;-)

          Dann stellen sie doch eine Bürgeranfrage im Stadtrat – ach ne geht nicht, da müssten sie ja einen Klarnamen verwenden und können nicht unter Pseudonym fabulieren….

      • Aufmerksamer Leser

        Einfach mal den Vertrag(siehe link) zwischen Wartburgkreis und Eisenach lesen und sich fragen warum Eisenach als Stützpunktfeuerwehr bis Reichenbach fährt aber nicht nach Creuzburg oder Ütteroda (OT von Krauthausen) Anmerkung der Vertrag wurde von CDU -Landrat und CDU-Bürgermeistergeschlossen. Was soll die Anmerkung sozialistischer Löschhilfe, die Zusammenarbeit unter Feuerwehren funktioniert egal unter welcher Regierung und wird von allen Seiten politisch gerne vermarktet.
        Warum will Eisenach z.B. Creuzburg und Krauthausen eingemeinden aber nicht Reichenbach.
        http://www.wartburgkreis.de/fileadmin/redaktion/Verwaltung_und_Service/Downloads/Kreisrecht/3_Recht__Sicherheit_und_Ordnung/Zweckvereinbarung_ueberoertlicher_Einsatz_der_Feuerwehr_Eisenach.pdf

        • vigilando ascendimus

          Dieser Vertrag regelt lediglich die Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr im überörtlichen Brandschutz. Unabhängig davon helfen sich Gemeinde und deren Feuewehren außerhalb socher Verträge im Rahmen der gegenseitigen Hilfe; ganz egal, was in irgendwelchen Verträgen steht.

          Wenn es also wirklich so ist, und Sie den Vorgang von Creuzburg also so bestätigen, bleibt es unkameradschaftliches Verhalten. Erschwerend kommt hier m. a. hinzu, dass Berufsfeuerwehrleute aufgrund der Befehlslage von ihren Vorgesetzten dazu angehalten wurden, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, hier insbesondere die Kameraden aus Sontra, die ihren Dienst freiwillig und ohne Entlohnung versahen, im Stich zu lassen!

          Sich dabei hinter einen Vertrag aus dem Jahre 1999 zu verschanzen, lasse ich dabei nicht gelten!

          • Aufmerksamer Leser

            Kameradschaft hin oder her.(Es war sehr unkameradschaftlich, aber Berufsfeuerwehrleute brauchen auch Ihren Schlaf)
            Dieser Vertrag aus dem Jahr 1999 zeigt umso eindeutiger, Eisenach ist nur am Geld des Umlands interessiert (hier Zuzahlung vom Wartburgkreis) was dann passiert ist Eisenach egal Hauptsache die Stadtbereitschaft ist gesichert.
            Es zeigt auch zwischen Vorgesetzten und Führungskräften liegen Welten!

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