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 | Bildquelle: Paul-Philipp Braun

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Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Beim Unfall noch besser helfen können

Es ist am frühen Abend, die Dämmerung hat bereits eingesetzt, die Landstraße ist vollkommen leer. Die Gedanken sind frei und man denkt an nichts Schlimmes. Als das Auto dann um die nächste Kurve fährt, beginnt ein Schreckensszenario. Ein PKW steht mit der Motorhaube vor einem Baum , dichter Qualm kommt aus dem Motorraum. Auf der anderen Seite der Straße liegt ein PKW auf dem Dach, Flüssigkeit läuft aus dem Fahrzeug.
Schnell ist der Knopf der Warnblinkanlage gedrückt, de orangefarbene Sicherheitsweste übergezogen und das Warndreieck aufgestellt. Man verschafft sich einen Überblick über die Unfallsituation, ruft über die Telefonnummer 112 Rettungsdienst und Feuerwehr und leitet die Erstversorgung der Unfallopfer ein.

Doch was machen Feuerwehr und Rettungsdienst dann, wenn sie selber am Unfallort eintreffen und wie kann der eine den anderen währen der Hilfeleistung vielleicht besser noch unterstützen?
Genau dies übten am heutigen Mittwoch 18 Rettungsassistenten und -sanitäter vom DRK und sieben Beamte der Berufsfeuerwehr gemeinsam mit Mitgliedern der Sanitätsbereitschaft des DRK und der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach Mitte.

Während am Morgen noch Theorie auf dem Stundenplan der Helfer stand, fanden sie sich am Nachmittag auf dem Hof der Berufsfeuerwehr zusammen, um die technische Rettung aus PKW zu üben.
Zwei Unfallwagen waren dafür präpariert, aus denen die verunfallten Patienten mit Schere, Spreizer und «Spineboard» (einem speziellen Rettungsbrett, das die Unversehrtheit der Wirbelsäule bei der Rettung garantieren soll) gerettet werden mussten.

Auch Eisenachs Bürgermeister Andreas Ludwig (CDU) hatte während der praktischen Übungsphase einen Blick auf die Maßnahmen geworfen. «Das ist eine richtig starke Aktion hier. Es freut mich, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfskräfte so toll geübt wird», freute sich Ludwig, für den es ebenfalls eine Premiere war, bei einer derartigen Rettungsaktion dabei zu sein.

Der Rettungsdienst des DRK übte unter anderem den Rettungsgriff zur Befreiung Verunfallter.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Auch Heiko Nößler von der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach Mitte, Bürgermeister Andreas Ludwig und der Amtsleiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz Jens Claus (v. l.) sahen sich die Übungsphase an.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

MIt Halskrausen hatten die Sanitäter die Halswirbelsäule des Unfallopfers fixiert. Somit können Schäden, die durch die Rettung entstehen von vornherein verhindert werden.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Mehrere Lagen ist die Karosserie eines Autos dick. Zur Rettung Eingeklemmter muss also schweres Gerät benutzt werden.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Paul-Philipp Braun |

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