Eisenach 1400 – 1499

1401
Landgraf Balthasar vertreibt die Eisenacher Juden.

1405
Mit dem Tod des Landgrafen Balthasar verliert Eisenach und die Wartburg die Hofhaltung und die landgräfliche Verwaltung. Eisenach verliert ihren Status einer landgräflichen Residenz. Das führt zum wirtschaftlichen Niedergang Eisenachs.

1406
Die Pest sucht 1406 und 1408 Eisenach heim.

1408
Landgraf Friedrich der Friedfertige erneuert den Schutzbrief für die Juden der Landgrafschaft Thüringen.

1409
Johannes Rothe schließt die von ihm verfaßte Chronik Eisenachs ab. Zehn Jahre später vollendet er seine „Düringische Chronik“.

1411 
Abermalige Vertreibung der nach Eisenach erst zurückgekehrten Juden.

1422
Landgraf Friedrich der Friedfertige bewilligt der Stadt Eisenach die Erhebung einer Sondersteuer (Ungeld) von allen Einwohnern (einschließlich Geistigen) zur Abwendung der Finanznot der Stadt.

1434, 5.5.
In Eisenach stirbt der Prälat und Scholasticus am Marienstift, der Eisenacher Stadtschreiber Johannes Rothe.

1439
Die Pest wütet in Eisenach

1443
Curt Cotta wird Bürger von Eisenach. Damit begründet er die berühmte Eisenach Patrizierfamilie Cotta.

1445
Bei der Teilung der landgräflichen Gebiete zwischen Friedrich dem Sanftmütigen und Wilhelm III. (dem Tapferen), fällt Eisenach an Letzteren.
Der Landgrafentitel wird durch den Herzogentitel ersetzt.

um 1450
Herzog Wilhelm III. läßt die Eisenacher Münzstätte schließen. 

1463 
Die Pest erfaßt wiederum Eisenach.

1466
In einer Klageschrift an den Herzog Wilhelm III. beschreibt der Stadtschreiber Johannes Biermost den wirtschaftlichen und baulichen Verfall Eisenachs.
Beginn des Rathausneubaues vor der Georgenkirche. Das Gebäude wird 1743 abgerissen.

1485
Thüringen fällt an den Kurfürsten Ernst von Sachsen.

1498
Martin Luther, der hier Verwandtschaft mütterlicherseits hatte, kommt nach Eisenach, um die hiesige Lateinschule zu besuchen. Er ist Gast der Familie Cotta im Haus „Hinter den Fleischbänken“, dem heutigen Lutherhaus. Sein Aufenthalt in Eisenach dauert bis 1501