Eisenach 1500 – 1599

1515
Die Georgenkirche wird umgebaut.

1521, 2.5
Martin Luther predigt auf der Rückreise vom Wormser Reichstag in der überfüllten Georgenkirche.

1521, 3.5.
Treue Mannen des Kürfürsten Friedrich des Weisen nehmen Martin Luther während seiner Rückreise nach Wittenberg gefangen. Friedrich der Weise gewährt Luther auf der Wartburg Schutzhaft. Hier lebt er unter dem Namen „Junker Jörg“ bis zum 1.3.1522. Seinen Aufenthalt nutzt Luther, um das neue Testament aus dem griechischen Urtext in die deutsche Schriftsprache zu übersetzten.

1522
Dr. Jakob Strauß ist erster evangelischer Prediger in Eisenach.

1525, 24.4.
Der deutsche Bauernkrieg erfaßt auch Eisenach. Fast sämtliche Inneneinrichtungen klerikaler Gebäude in Eisenach werden verwüstet.
Am 11.5. werden mehrere aufständische Bauern exekutiert. Heute noch erinnert ein Steinkreuz in der Straßenpflasterung vor der Georgenkirche an deren Enthauptung.

1528
Unter seinem ersten Superintendenten Justus Menius, dem „Reformator Thüringens“ wird Eisenach entgültig eine evangelische Stadt.

1544
Die größtenteils inzwischen verwaisten Klostergüter werden säkularisiert. In diesem Zuge wird die Lateinschule ins Predigerkloster verlegt.

1550
Eisenach hat rund 4.500 Einwohner. Das wirtschaftliche Leben wird durch den einsetzenden Kupferbergbau um Eisenach belebt.

1558
Bei einer Umgestaltung der Georgenkirche werden Emporen eingebaut.

1564
Umbau des Stadtweinkellers, der später (bis in unsere Tage) als Rathaus dient.

1577
Aufgrund einer neuerlichen grassierenden Pestepidemie hat Eisenach 2000 Tote zu beklagen.

1585
Am Glockenturm der Stadtmauer wird ein Glockenhaus für die Georgenkirche errichtet.

1596
Eisenach wird unter Herzog Johann Ernst (1596 – 1638) wieder fürstliche Residenz. Daraufhin wird das Schloß auf der Esplanade ausgebaut. Anstelle des als fürstliche Kanzlei eingerichteten alten Rathauses an der Georgenkirche wird der o.g. Stadtweinkeller zum Rathaus.