Eisenach Erste Besiedlung

Erste Spuren einer Besiedlung reichen für Eisenach ca.5000 Jahre zurück. Nördlich von Eisenach weisen archäologische Funde darauf hin, daß hier von Bandkeramikern schon in sehr früher Zeit Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde.
Seit dem 2. Jahrtausend v. u. Z. siedelten Kelten in unserem Gebiet, was unter anderem durch Bronzefunde belegt wird. An der gleichen Stelle wie die Bandkeramiker dürften sich etwa zur Zeitenwende vor 2000 Jahren, Germanen (Hermunduren) niedergelassen haben. Die an dieser Stelle gefundenen Überbleibsel ihrer Arbeits- und Lebensweise, wie auch der Kultur der Bandkeramiker, werden im Thüringer Museum Eisenach aufbewahrt. 
Nach der Zerschlagung des Thüringer Königreiches durch die Franken im Jahr 531 wurde auch unser Gebiet dem Frankenreich einverleibt. Fränkische Siedler dürften es dann auch gewesen sein, die sich vielleicht im 8. Jahrhundert u. Z. am Fuße des Petersberges, am Ufer der Hörsel niederließen. Es wird angenommen, daß sie den Namen ihres ursprünglichen Heimatortes auf ihren neuen Siedlungsort übertragen haben. Einen Ort, der ebenfalls Eisenach heißt, gibt es in der Nähe von Trier. Dieser Ort ist jedoch allem Anschein nach älter als die hiesige Siedlung am Petersberg, da dieser Ort bereits im 8. Jahrhundert genannt wird. Heute noch weisen Flurbezeichnungen wie Altstadtstraße oder An der Peterskirche auf diese alte Siedlung hin, die den Ursprung unserer heutigen Stadt bildet. Eine lange Lebensdauer dürfte diesem kleinen Ort nicht beschieden gewesen sein, denn dem Sog, der sich herausbildenden Stadt am Fuß der Wartburg hat er wohl nicht standgehalten. 
Über die Deutung des Namens „Eisenach“ wurde bereits viel spekuliert, und die Geister werden sich auch fortan scheiden. Jedoch scheinen solche Spekulationen überflüssig, wenn man davon ausgeht, daß es sich bei „Issenach“ oder „Isenacha“ um eine Namensübertragung von einem fränkischen Ort handelt. Von daher sollte man eine Namensdeutung andernorts vornehmen. Deutungen, die sich auf geologische bzw. topografische Besonderheiten im Eisenacher Raum beziehen, würden sich demnach erübrigen. Da man jedoch nicht mit endgültiger Sicherheit von einer Namensübertragung ausgehen kann, seien hier noch zwei der populärsten Deutungsvarianten angeführt. 
Auf der einen Seite vermutet man eine Namensverwandtschaft von „Eisenach“ mit „Eisen machen“ bzw. „Isen machen“. Das würde jedoch Eisenerzvorkommen in Eisenach bzw. der näheren Umgebung voraussetzen. Solche Vorkommen sind aber nicht vorhanden, was diese Variante bereits ad absurdum führt. 
Einer zweiten Variante kann schon eher Glaubwürdigkeit beigemessen werden. Jene Deutungsvariante geht von dem in der mittelalterlichen Schreibweise enthaltenen „Isenacha“ enthaltenen Wortstamm „is“ aus, der übersetzt wird mit „sich heftig bewegen“ „eilen“ „schnell fließen“ (derselbe Wortstamm ist in den Flußnamen Isar und Isen enthalten). Demzufolge müßte der Name „Eisenach“ auf einen schnell fließenden Wasserlauf zurückzuführen sein. Diese Deutung wird noch dadurch unterstützt, daß es sich bei Hörsel und Nesse einstmals um beachtliche Flußläufe gehandelt hat, die sich in niederschlagsreicher Wasserregulierung in reißende Ströme verwandelten. Diese Deutung erscheint logisch und schwer widerlegbar. Der interessierte Leser mag sich zu diesem Sachverhalt anhand der hier aufgeführten‘ Deutungen selbst eine Meinung darüber bilden, welche er favorisieren würde. Mit Sicherheit sind zu diesem Thema jedoch noch nicht sämtliche Varianten ausgelotet, was jedem Interessierten jedoch gern offensteht.