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Gruppenbild der Eisenacher Strömungsretter in spe (von links): Christian Bätzel, Michael Warmann, Markus Sojak, Martin Schäfer. | Bildquelle: © Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Ortsgruppe Eisenach e.V.

Beschreibung: Gruppenbild der Eisenacher Strömungsretter in spe (von links): Christian Bätzel, Michael Warmann, Markus Sojak, Martin Schäfer.
Bildquelle: © Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Eisenach e.V.

Erstmalig Strömungsretter der DLRG Eisenach ausgebildet

Am vergangenen Wochenende fand in Bennenckenstein (Sachsen-Anhalt) ein Lehrgang für Strömungsretter der Stufe 1 der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) statt. In der Gruppe der elf Thüringer Teilnehmer befanden sich erstmalig auch Eisenacher Rettungsschwimmer und nahmen an dieser Spezialausbildung teil, begleitet vom Thüringer Landesbeauftragten Strömungsrettung, Stefan Keck.

Neben einem umfangreichen Theorieteil, in dem unter anderem auf die Gefahren am und im Wasser, Knotenkunde und die persönliche Schutzausstattung (PSA) eingegangen wurde, stand die Praxis im Vordergrund. Nach dem Üben von diversen Sprung- und Wurftechniken, musste von den Kursteilnehmern eine verletzte Person in einem Gewässer gefunden, gesichert, gerettet und erstversorgt werden.

Der Höhepunkt der Ausbildung war jedoch eine nächtliche Alarmierung. In diesem Übungsszenario waren drei Personen bei Dunkelheit verschwunden und vermutlich in einen Fluss gestürzt.

Nach dem Verlegen zum Einsatzort stellten die angehenden Strömungsretter Einsatzbereitschaft her und suchten anschließend das Gewässer in zwei Gruppen ab. Alle drei Personen konnten sicher aufgefunden und nach der Durchführung der Erste Hilfe fiktiv an den Rettungsdienst übergeben werden.

Die letzten Katastrophen in Europa und weltweit haben uns gezeigt, wie groß der Bedarf an einer effektiven und gut ausgebildeten Einsatzkomponente für schnell fließende Gewässer ist. Ob es nun die Überschwemmungen an der Elbe 2002, globale Notsituationen wie der Tsunami in Südostasien Ende 2004 oder die Hochwasser durch Unwetter im Alpenraum 2006 sind – der moderne Wasserretter muss darauf reagieren können.

Oft taucht die Frage auf, was eigentlich Überschwemmungen und Flutkatastrophen mit der Strömungs- oder Wildwasserrettung zu tun haben? Sehr viel sogar! Ein bislang ruhiger Bach oder Fluss kann bei einem Unwetter schnell zu einem reißenden Gewässer werden, in dem ein klassischer Motorrettungsboot-Einsatz (MRB-Einsatz) nicht mehr möglich ist. In verschmutztem, mit Treibgut und versteckten Gefahren durchsetztem Gewässer kann (und darf) auch kein Rettungsschwimmer nach bisherigen Standards mehr eingesetzt werden.

Angelehnt an den amerikanischen Swiftwater Rescue Technician (SRT) ist der DLRG-Strömungsretter (SR) ein auf stark strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisierter Wasserretter. Er wird grundsätzlich im Team eingesetzt und ist durch eine spezielle Schutzausrüstung vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Überschwemmungsgebieten geschützt.

Solche Fachkräfte werden dringend zu Erhaltung des Wasserrettungsschutzzuges des DLRG Landesverband Thüringen benötigt. Nach der erfolgreichen Ausbildung verfügen die Thüringer über elf weitere Strömungsretter, unter ihnen die vier Eisenacher Kameraden Christian Bätzel, Michael Warmann, Markus Sojak und Martin Schäfer.

Foto: © Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Ortsgruppe Eisenach e.V.

Andrea T. | | Quelle:

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