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 | Bildquelle: © BARMER GEK

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Bildquelle: © BARMER GEK

Manchmal besser als ein Messer

Cyberknife in Erfurt bestrahlt Tumore mit höchster Präzision

Die BARMER GEK setzt bei der Behandlung von Tumorerkrankungen verstärkt auf die hochpräzise Bestrahlung mit dem Cyberknife. Dazu haben die Landesvertretung Thüringen und das Cyberknife-Centrum Mitteldeutschland in Erfurt jetzt einen Vertrag unterzeichnet.

Durch diese Kooperation erhalten unsere Versicherten Zugang zu modernster Krebsmedizin. Dank der enormen technologischen Fortschritte bei der Strahlentherapie können wir Tumore heute vergleichsweise schonend behandeln und bestimmten Patienten die möglichen Nebenwirkungen einer konventionellen Strahlentherapie oder Operation ersparen, sagt Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer in Thüringen.

Das Cyberknife ist bislang keine gesetzliche Kassenleistung.

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Thüringen
Im Schnitt sterben jährlich rund 6500 Thüringer an Krebs. Die BARMER GEK beruft sich dabei auf den Ende 2015 vorgelegten Jahresbericht des ostdeutschen Krebsregisters. Demnach erkrankten 2012 rund 14.000 Thüringer an Krebs. Die Chance auf Heilung oder Stabilisierung ist somit gestiegen: Laut Krebsregister beträgt die Überlebensrate bei Männern zehn Jahre nach der Erkrankung etwa 55 Prozent und bei Frauen 59 Prozent. Vor dreißig Jahren waren die Chancen nicht halb so gut. Die häufigsten Krebsarten betreffen Lunge, Darm, Prostata und Brust.

Cyberknife funktioniert wie ein „virtuelles Messer“
Bei der radiochirurgischen Behandlung mit dem Cyberknife wird der Therapiestrahl von einem Roboter geführt. So können unvermeidliche Bewegungen des Patienten, etwa beim Atmen, ausgeglichen werden. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber herkömmlichen Bestrahlungstechniken, bei denen der Patient meist fixiert werden muss. Andreas Mosmann, Geschäftsführer Cyberknife-Centrum Mitteldeutschland:

Das Cyberknife arbeitet mit höchster Präzision im Submillimeterbereich, so dass nur der Tumor bestrahlt und gesundes Gewebe kaum belastet wird. Die Behandlung ist quasi schmerzfrei und kann ambulant erfolgen, so dass der Patient noch am selben Tag wieder nach Hause gehen kann.

Bei einzelnen Hirnmetastasen kann die fokussierte radiochirurgische Behandlung unter Umständen eine Ganzhirn-Bestrahlung vermeiden und so das Risiko für weitergehende Beeinträchtigungen und Verhaltensstörungen minimieren. Neben dem Gehirn kann eine gezielte Bestrahlung mit dem Cyberknife auch bei bestimmten Tumoren beispielsweise der Leber, Lunge oder Niere infrage kommen. Das Team des Cyberknife-Zentrums besteht aus zwölf erfahrenen Mitarbeitern. Zusammen mit einer jahrelang eingesetzten Vorgängertechnologie wurden bisher mehr als 3500 Behandlungen durchgeführt.

Andrea T. | | Quelle:

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