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SchmExperten: LandFrauen begeistern Jugendliche für gesunde Ernährung

Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) stellt Evaluationsergebnisse des Projekts vor

100 LandFrauen, davon vier aus Thüringen, sind seit 2013 im Rahmen des Ernährungsbildungsprojektes „SchmExperten“ für Fünft- und Sechstklässler bundesweit an Schulen aktiv. LandFrau Heike Langguth vom Landfrauenortsverein Förtha nimmt ebenfalls am dlv-Projekt teil. Unter anderem arbeitet sie mit der Regelschule Altensteiner Oberland in Bad Liebenstein und weiteren Schulen im Wartburgkreis (Ruhla, Seebach, Bad Salzungen) und Eisenach zusammen. Im Dezember 2017 endet das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt. Dann werden rund 20.000 Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der LandFrauen SchmExperten sein. Auch nach dem Projektende können LandFrauen weiterhin als selbstständige Fachkräfte den Schulen zur Seite stehen, um die SchmExperten umzusetzen.

Die LandFrauen haben uns bei der Umsetzung des Projekts mit ihrem langfristigen Engagement sehr geholfen und dafür danke ich Ihnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten und neue Tätigkeitsfelder finden werden, betont Dr. Maria Flachsbarth, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, bei der SchmExperten-Fachveranstaltung am Montag in Berlin.

Bei der Fachveranstaltung werden auch die aktuellen Ergebnisse der begleitenden Studie des Instituts SÖSTRA vorgestellt. Sie belegt, dass der Einsatz der LandFrauen an den Schulen ein voller Erfolg ist. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler haben von dem Projekt profitiert und schenken gesunder Ernährung mehr Aufmerksamkeit, auch die Sensibilität der Schule gegenüber dem Thema ist gewachsen. Darin sind sich 83 Prozent der Lehrkräfte und 95 Prozent der Schulleitungen einig. Über 2.400 Schülerinnen und Schüler und die begleitenden Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter wurden befragt.

Die Lehrkräfte werden bei der Umsetzung des Projektes von einer speziell geschulten LandFrau mit hauswirtschaftlicher oder ernährungswissenschaftlicher Berufsausbildung unterstützt. Kernstück ist die Zubereitung kleiner kalter Gerichte mit den Kindern.

Der Ernährungsbildung einen besonderen Stellenwert im Schulalltag einzuräumen, hat sich als richtig erwiesen. Ich danke dem Bundesernährungsministerium und dem Bundeszentrum für Ernährung ganz herzlich für die Förderung und gute Zusammenarbeit. Die Einbindung der LandFrauen als externe Fachkräfte ist eine Möglichkeit, aber noch viel wichtiger ist es, die Ernährungsbildung in den Lehrplänen der Schulen zu verankern. Die Bundesländer, die sich noch nicht auf den Weg gemacht haben, müssen endlich nachziehen!, fordert Brigitte Scherb, dlv-Präsidentin. Seit Jahren setzt sich der dlv für ein Unterrichtsfach Alltags- und Lebensökonomie ein, dessen Bestandteil die Ernährungsbildung sein soll. Das ist ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft Jugendliche als mündige Verbraucher in die Erwachsenenwelt zu entlassen. Genuss geht vor Vernunft, erklärt Dr. Barbara Kaiser, Referatsleiterin der Redaktion Lebensmittel und nachhaltiger Konsum, Bundeszentrum für Ernährung. Diese Maxime steht in der Ernährungsbildung wieder im Vordergrund, denn Verbote und erhobene Zeigefinger helfen genauso wenig wie enge Regeln. Die moderne Ernährungs- und Verbraucherbildung soll jungen Menschen helfen, als Experten ihr Konsumverhalten selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und mit Genuss gestalten zu können.

Die Unterstützung durch eine LandFrau ist während des dlv-Projekts für die Schulen kostenfrei, dank der Förderung im Rahmen des nationalen Aktionsplans IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Unterrichtsmaterial „SchmExperten“ wurde vom Bundeszentrum für Ernährung als Baustein zur Ernährungs- und Verbraucherbildung für 5. und 6. Klassen aller Schulformen konzipiert.

Andrea T. | | Quelle:

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