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Wirtschaftsmotor für Thüringen
Opel als Hoffnungsträger in der Region
Investitionen von rund zwei Milliarden Mark in das Opel-Werk Eisenach
Positive Impulse für Zulieferindustrie und Transportgewerbe
Halbe Milliarde Mark Einkaufsvolumen in den neuen Bundesländern


Rüsselsheim/Eisenach (pm/opel). Mit seinem umfassenden Engagement in den neuen Bundesländern hat sich Opel als Wirtschaftsmotor für Ostdeutschland im allgemeinen und das Bundesland Thüringen im besonderen etabliert. Nach dem Fall der Mauer war die Adam Opel AG eines der ersten Unternehmen, das nach der Wen-de deutliche Zeichen für den angestrebten "Aufschwung Ost" setzte. Heute sind die positiven Auswirkungen dieser Maßnahmen deutlich erkennbar: Die den Industrie- und Handelskammern gemeldeten Umsätze des verarbeitenden Gewerbes steigen konti-nuierlich, ebenso wie die Zahl der selbständigen Betriebe. Von der verkehrsgünstigen Lage der Stadt Eisenach und den Aktivitäten der Automobil- und Zulieferindustrie profitiert das Transport- und Logistikgewerbe.

Start mit der Vectra-Montage

Bereits im März 1990 gründete Opel gemeinsam mit dem Automobilwerk Eisenach (AWE) die Opel-AWE-Planungs GmbH. Ziel dieses Joint Venture war, eine Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen zu entwickeln. Ausgesucht wurden die ersten 200 Eisenacher ”Opelaner” – alles ehemalige AWE-Mitarbeiter – unter anderem nach ihrer Teamfähigkeit. Der Grund: In Eisenach verwirklichte Opel das fortschrittli-che Fertigungsgruppenkonzept, das jedem einzelnen Beschäftigten mehr Verantwor-tung überträgt. Ihr Rüstzeug für die Montage des Opel Vectra erlernten die Mitarbeiter in mehrwöchigen Lehrgängen und Trainingskursen im Opel-Stammwerk Rüsselsheim und im englischen Luton. Schon zwei Tage nach der Wiedervereinigung, am 5. Oktober 1990, lief der erste Vectra ”made in Eisenach” vom Band. Opel wurde damit zum Hoffnungsträger für die von Arbeitslosigkeit und Existenzängsten bedrohte Region.

Nach den ersten, ausgezeichneten Erfahrungen mit den Beschäftigten von Opel-AWE fiel sehr schnell die Entscheidung, in Eisenach eine völlig neue Automobilfertigung zu errichten. Im Februar 1991 wurde der Grundstein für die neue Fabrik am Rande der Wartburgstadt gelegt. Nach nur 19 Monaten Bauzeit und Ausgaben von rund einer Milliarde Mark nahm Opel Eisenach im neuen Werk am 23. September 1992 den Betrieb auf. Bis heute wurden in das Opel-Werk Eisenach rund zwei Milliarden Mark investiert. Darüber hinaus wurde eine Milliarde Mark für den Aufbau eines flächendeckenden Vertriebsnetzes in den neuen Bundesländern aufgewendet.

Signalwirkung für die Region Eisenach

Für die Region hatte die Opel-Automobilfertigung Signalwirkung: Neben den heute rund 2.000 Beschäftigten im Werk arbeiten rund 3.000 Personen bei Zulieferbetrieben, die mittelbar und unmittelbar mit der Opel Eisenach GmbH kooperieren. Die Zahl der registrierten Industriebeschäftigten in der kreisfreien Stadt Eisenach liegt nach Informationen der Industrie und Handelskammer bei rund 5.800 Personen, im Wartburgkreis sind es 11.000. Der durchschnittliche Bruttolohn eines Industriebeschäftigten im Kammerbezirk stieg seit 1991 von 2.100 Mark auf 3.877 Mark (Kreis) beziehungsweise 4.573 Mark (Stadt Eisenach).

Auch die für Opel tätigen Unternehmen im Logistik- und Transportgewerbe haben den Standort Eisenach mit seiner Lage nahezu im geographischen Mittelpunkt Deutschlands als Drehkreuz für den Warenaustausch zwischen Ost und West, Nord und Süd entdeckt. Infolgedessen haben sie die eigene Geschäftstätigkeit über die Opel-Aktivitäten hinaus erweitert. Im Wartburgkreis und in der Stadt Eisenach hat die Industrie- und Handelskammer Ende 1999 rund 640 Betriebe des Verkehrsgewerbes registriert.


Opel – Partner ostdeutscher Unternehmen

Der Kammerbezirk Eisenach der Industrie- und Handelskammer Erfurt verzeichnet seit 1993 zweistellige Zuwachsraten für die Umsätze des verarbeitenden Gewerbes. Be-trug 1991 der Umsatz pro Beschäftigten noch knapp 4.000 Mark, so stieg er bis zum ersten Halbjahr 2000 in der Stadt Eisenach auf rund 54.000 Mark. Mit diesem Wachs-tumskurs entsteht die Voraussetzung zur Etablierung produktionsnaher Dienstleistungen, die das Arbeitsplatzangebot weiter vergrößern können. Gleichzeitig ist die Zahl selbständiger Unternehmen, die bei der IHK Eisenach registriert sind, von 342 in den Jahren
1989/90 auf gegenwärtig rund 8.500 Firmen im gesamten Wartburgkreis und in der kreisfreien Stadt Eisenach angestiegen.

Das durch Opel in den neuen Bundesländern generierte Einkaufsvolumen liegt bei rund einer halben Milliarde Mark pro Jahr. Dies setzt sich aus Direktlieferungen in Höhe von 350 Millionen Mark und geschätzten Leistungen zahlreicher Lieferanten der zweiten Ebene (150 Millionen Mark) zusammen. Ostdeutsche Unternehmen sind dabei nicht nur Partner des Eisenacher Werks, sondern produzieren auch Fahrzeugkomponenten und Module sowie Werkzeugmaschinen für den gesamten europäischen Opel-Produktionsverbund.
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