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| | | |  | Do 02.09.2010 09:19 | | © Stadtverwaltung | | | Eisenach - Die erfolgreiche Ausstellung «Grau in Grau - Stadtbild ‘89» wurde von Stadtarchivar Dr. Reinhold Brunner zusammengefasst und jetzt mit dem Wartberg-Verlag Gudensberg-Gleichen als Buch herausgegeben. Oberbürgermeister Matthais Doht stellte mit dem Stadtarchivar offiziell das neu erschienene Buch vor, das gleichzeitig ein Beitrag zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung ist.
Das Buch «Grau in Grau - Stadtbild ‘89» zeigt auf 72 Seiten rund 100 Fotografien - teils in schwarz-weiß, teils in Farbe -, die schon in der Ausstellung den Zustand vieler Gebäude in der Wartburgstadt Ende der 1980er Jahre dokumentierten. Es ist zum Preis von 15,50 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-8313-2234-3).
Der Oberbürgermeister dankt der Wartburg-Sparkasse, die mit einer Spende das Erscheinen dieses Buches ermöglichte, und den Bildautoren, die ihre Bildmotive kostenlos zu Verfügung gestellt haben.
Wie bereits die Ausstellung «Grau in Grau - Stadtbild ‘89», so reflektiert auch das Buch die Thematik «20 Jahre friedliche Revolution in Eisenach». Gezeigt wird anhand von Fotografien der bauliche Zustand der Wartburgstadt in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Die einzigartige Dokumentation deckt eine der Ursachen dafür auf, dass die Eisenacher im Herbst 1989 auf die Straße gingen: Den allmählichen Verfall der Stadt, der für viele Menschen den Verfall des gesamten Systems symbolisierte.
Das politische System der DDR hatte nach vierzig Jahren seines Bestehens in Eisenach Plätze hinterlassen, die sich kaum vom Zustand in den ersten Nachkriegsjahren unterschieden. «Dieses Buch ist besonders geeignet, die Aufbauleistungen darzustellen und stolz auf das seit 1989 hier in Eisenach Erreichte zu sein», sagte Oberbürgermeister Matthias Doht, der als erster Baudezernent ab 1990 dafür wesentlich mit Verantwortung trug.
Die Resonanz auf die Ausstellung war zum allergrößten Teil positiv, wie sich an den Einträgen im Gästebuch ablesen lässt: «Eine kritische Ausstellung, die zum Nachdenken anregt» heißt es da und auch: «Es ist gut, dass sich interessierte Bürger von Eisenach die Mühe gemacht haben, dieses traurige Kapitel des baulichen Niedergangs unserer schönen Stadt festzuhalten.» Häufig zeigen sich die Besucherinnen und Besucher erschrocken über den Zustand, in dem sich die Stadt damals befand: «Kaum zu glauben, dass das unser Eisenach war» ist im Gästebuch zu lesen und: «Ich war erschrocken, wie ‚betriebsblind‘ wir durch Eisenach gelaufen sind.» Einer fragt: «Wie würde Eisenach aussehen, wenn die Grenzöffnung nicht gekommen wäre?»
Aufgrund des großen Besucherandrangs (über 7000 Besucher) war die Ausstellung verlängert und auch an den Wochenenden geöffnet worden. (pm/stv/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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