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 | Bildquelle: Manfred Neuland

Beschreibung:
Bildquelle: Manfred Neuland

Bei weltweiter Aktion dabei: Friedenspfahl wird in Ruhla errichtet

Zeichen für Offenheit, Toleranz und Gesprächsbereitschaft

Am kommenden Donnerstag (24. Juli) wird in Ruhla (Wartburgkreis) ein
Friedenspfahl errichtet. Die Evangelische Kirchengemeinde Ruhla
beteiligt sich damit in Zusammenarbeit mit der Stadt Ruhla sowie
Repräsentanten des öffentlichen Lebens an einer weltweiten Aktion.
Mittlerweile gibt es mehr als 200.000 Pfähle in 180 Ländern, darunter an
Orten wie den Pyramiden von Gizeh, dem Magnetischen Nordpol der Erde in
Kanada, dem Gorki-Park in Moskau und Angkor Wat in Kambodscha sowie zur
Förderung der Heilung in Orten wie Sarajevo, Hiroshima und der
Allenby-Brücke zwischen Israel und Jordanien. Politiker wie Jimmy Carter
und religiöse Führer wie Papst Johannes Paul II., Mutter Teresa und der
Dalai Lama haben Friedenspfähle gestiftet oder gewidmet.

«Unser Friedenspfahl steht für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung
der Schöpfung. Er soll Einwohner und Besucher stets daran erinnern, dass
Frieden nur dort entsteht, wo alle mit Respekt und Toleranz miteinander
umgehen», sagt Pfarrer Gerhard Reuther. «Die Partner setzen angesichts
des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Unfriedens
und einer ebensolchen Ungerechtigkeit in lokalen wie globalen
Lebenszusammenhängen ein Zeichen unseres Engagements für Offenheit,
Toleranz und Gesprächsbereitschaft», so Reuther. «Es geht uns sowohl
um unsere Stadt als auch um den Dialog und die Begegnung mit allen
Menschen, gleich welcher Herkunft und welchen Glaubens, im gemeinsamen
Bemühen um Verständigung und Frieden. Unsere Botschaft verbindet uns mit
weltweit allen Menschen, denen es ein Anliegen ist, dass Kriege und
Intoleranz nicht unser Zusammenleben beherrschen», erklärt der
Pfarrer.

Hintergrund:
Ein Friedenspfahl (engl. «Peace Pole») ist ein Pfahl, der an den
Seiten in verschiedenen Sprachen die Aufschrift «May Peace prevail on
Earth» (Möge Friede auf Erden sein) trägt. Die Idee dazu hatte
Masahisa Gois nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima. Als ein Mittel
zur Verbreitung seines Friedensgebetes brachte er zunächst an
verschiedenen Orten Aufkleber mit dem allgemein gehaltenen und damit von
allen Menschen friedlichen Willens mittragbaren Motto an. Der erste
Friedenspfahl wurde Mitte der 1970er Jahre aufgestellt. Als Dichter war
Masahisa Gois davon überzeugt, dass Worte Kraft besitzen und die
Affirmation «Möge Friede auf Erden sein» den größten Wunsch der
Menschheit ausdrückt und das Friedensbewusstsein steigert. Seine Vision
ist eine Welt, in der alle Kulturen, Bräuche, Religionen, ethnischen
Gruppen und Lebensformen respektiert werden.

Frank Bode | | Quelle:

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