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Bischof Kähler: „Auferstehung feiern, Aufbrüche wagen“

392 Menschen, davon 71 Erwachsene, werden in den Evangelischen Kirchengemeinden in Thüringen zu Ostern getauft. Die ersten Taufen werden bereits am frühen Sonntagmorgen sein. Viele Gemeinden pflegen die Tradition der Osternacht und feiern in der Dämmerung von Karsamstag auf Ostersonntag einen Gottesdienst. Insgesamt werden in den Thüringer Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) jährlich rund 3600 Menschen getauft, etwa 3000 davon sind Kinder.

„Wir taufen Menschen, weil wir auf das Geschenk des neuen Lebens durch Gott hoffen. Wir freuen uns über die Geburt von Kindern und danken Gott, dem Schöpfer. Wir sind froh, wenn Menschen nach Leid und Schuld wieder ein neues Leben beginnen können“, so Christoph Kähler, Landesbischof in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Mit jeder Taufe übernehme eine Kirchengemeinde die Aufgabe, das neue Mitglied der Gemeinschaft – ob klein oder groß – nicht aus dem Blick zu verlieren. „Die Taufe ist das Versprechen, das eigene Leben an Jesus von Nazareth auszurichten – Gottvertrauen und Nächstenliebe zu verbinden, Konflikte friedlich zu lösen und die Würde jedes Menschen als Gotteskind zu beachten“, so Kähler weiter. „Gerade das Osterfest, wenn wir die Auferstehung Jesu feiern, ist Anstiftung, uns dieses Ziel neu bewusst zu machen und Aufbrüche zu wagen.“

Die Überwindung des Todes, die Christen mit der Auferstehung Jesu feiern, wird in dem Gottesdienst am Ende der Osternacht durch das Licht symbolisiert, das die Dunkelheit durchbricht. Die Tradition, in der Osternacht zu taufen, reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Das Osterfest selbst ist das älteste Fest der Christen und gilt bis heute als Höhepunkt in dem mit dem ersten Advent beginnenden Kirchenjahr.

Rainer Beichler | | Quelle:

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