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„Brot statt Briefe“: Geld geht an Aids-Waisen

Vom Kirchenamt der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland aus wird in diesem Jahr keine Weihnachtspost versandt. Die Präsidentin des Kirchenamtes, Brigitte Andrae, hat nach einem Leitungsbeschluss alle 214 Mitarbeiter der 32 Referate in Eisenach und Magdeburg angewiesen, keine Weihnachtsbriefe mehr zu verschicken. Der dafür eingesparte Betrag in Höhe von 4000 Euro soll einem Projekt für Aids-Waisen in Kenia zugute kommen. Die Aktion „Brot statt Briefe“ ist auf Dauer angelegt und gilt auch für die kommenden Jahre.

„Wir sind uns sicher, dass die Sehnsucht nach unserer Weihnachtspost geringer ist, als die Sehnsucht, Menschen in Not zu helfen“, so Andrae. Massenhaft versendete Weihnachtspost sei heute oft ein Pflichtprogramm, in dem der persönliche Gruß untergehe. Die Arbeits- und Sachkosten wie auch der Portoaufwand könnten sinnvoller eingesetzt werden. „Mit der Hilfe für die Waisenkinder sind wir der Weihnachtsbotschaft näher als mit massenhaft versendeter Post.“

Die Mittel kommen dem Dorf Orongo in Kenia zugute. Hier ist die mittlere Generation fast vollständig der Aids-Epidemie zum Opfer gefallen. Die Anzahl der Waisenkinder ist von daher extrem hoch. Gerade die Witwen des Ortes, die zu den Schwächsten der Gesellschaft zählen und oft ausgestoßen werden, haben sich der Kinder angenommen. Mit Hilfe von „Brot für die Welt“ sollen die auf Initiative der Witwen gebaute Schule und ein kleines Waisenheim erweitert und abgesichert werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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