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Brüder und Schwestern des Johannes-Falk-Hauses feiern Jubiläum

Die Brüder- und Schwesternschaft des Johannes-Falk-Hauses in Eisenach feiert am Wochenende ihr 50-jähriges Gründungs-Jubiläum. Zum Hauptkonvent vom 1. bis 4. Mai in Rudolstadt sind noch vier Diakone des ersten Jahrganges dabei, die sich durch hohe Verdienste in Einrichtungen der Thüringer Diakonie ausgezeichnet haben. Der Festgottesdienst findet am Sonntag (4. Mai, 9.30 Uhr) in der Stadtkirche in Rudolstadt statt.
Die Predigt hält Klaus-Dieter Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Die Kollekte aller Gottesdienste der Thüringer Landeskirche am Sonntag ist für die Brüder- und Schwesternschaft bestimmt. Das Geld wird für die Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen eingesetzt.

Die Gemeinschaft ist ein Werk der Evangelisch Lutherischen Kirche in Thüringen. Sie war zunächst eine Brüderschaft, nachdem im Jahr 1958 die ersten Diakone der Thüringer Landeskirche in Eisenach eingesegnet wurden. Als ab 1996 auch Diakoninnen aufgenommen wurden, wandelte sich der Name in Brüder- und Schwesternschaft. „Die gegenseitige Hilfe und Seelsorge sowie das gemeinsame geistliche Leben sind wesentliche Säulen des Lebens der Gemeinschaft“, sagt der Älteste Stephan Brinkel.

Heute gehören der Gemeinschaft 177 Mitglieder an. Neben Diakoninnen und Diakonen sind darunter 28 Frauen und Männer, die sich mit den Zielen der Gemeinschaft verbunden fühlen und haupt- oder ehrenamtlich diakonisch tätig sind. Die Mitglieder arbeiten unter anderem als Heilerziehungspfleger, Erzieher, Heimleiter, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Ausländer- und Flüchtlingshilfe, bei Menschen mit psychischen Krankheiten, in der Kirchenkreis-Sozialarbeit, im Pfarr- und Kantorendienst. Die Gemeinschaft trifft sich in Regionalgruppen, zu Rüstzeiten und einmal im Jahr zum Hauptkonvent. Fort- und Ausbildungen für Mitarbeitende im Diakonat sollen noch weiter entwickelt werden. Die Gemeinschaft fördert die Diakonen-Ausbildung am Diakonischen Bildungsinstitut Johannes-Falk in Eisenach sowie diakonische Arbeit in Rumänien und Tansania.

Stammsitz der Gemeinschaft ist das Johannes-Falk-Haus in Eisenach, das
1951 als Haus der männlichen Vordiakonie eingeweiht wurde. Die Gründungsväter Oberkirchenrat Gerhard Phieler und Diakon Willy Prenzler wollten christlich motivierte Mitarbeiter für die Diakonie und die kirchliche Jugendarbeit in Thüringen ausbilden lassen. 1954 begann der erste Diakonenkurs. Die Ausbildung war vom gemeinschaftlichen Leben im Brüderhaus bestimmt. Unter der Leitung des ersten Rektors Walter Pichert gab es zum Beispiel Unterricht in Theologie, Praxis der Gemeindearbeit und Diakonie sowie Deutsch und Psychologie. Viele eingesegnete Diakone wurden Mitglieder der Brüderschaft.

Im September 2008 ist ein neuer Kurs der berufsbegleitenden Diakonenausbildung geplant. Interessenten könne sich an das Diakonische Bildungsinstitut Johannes-Falk wenden: Fachbereich Diakonenausbildung, Telefon 03691-810200.

Rainer Beichler | | Quelle:

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