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Diakoninnen und Diakone werden in Eisenach eingesegnet

Am kommenden Sonntag (10. Oktober) werden drei Diakoninnen und vier Diakone in der Nikolaikirche in Eisenach eingesegnet. Damit verleiht ihnen Hans Mikosch, Propst der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die seit rund 2000 Jahren gebräuchliche Amtsbezeichnung „Diakonin“ beziehungsweise „Diakon“. Der Abendmahls-Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr.

„Die Arbeit von Diakoninnen und Diakonen ist sehr wichtig für die Gesellschaft. Sie verwirklichen den sozialen Auftrag der Kirche, indem sie theologische und sozial-fachliche Kompetenzen in ihrem Beruf verbinden“, sagt Uwe-Karsten Röder, Fachbereichsleiter am Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk in Eisenach.

Die drei Frauen und vier Männer haben an dem Bildungsinstitut im Juni eine berufsbegleitende Ausbildung mit der Verteidigung ihrer Facharbeiten erfolgreich abgeschlossen. Auf die Einsegnung haben sie sich mit einer Rüstzeit in einem Tagungsheim der Stiftung Adam von Trott in Imshausen bei Bebra vorbereitet. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und bringen ihre erworbene Kompetenz bei ihren künftigen Aufgaben ein.

So arbeitet die Sozialpädagogin Magdalena Schulz beim Jugendamt Plauen, die Krankenschwester Sandra Thomas aus Behringen (Wartburgkreis) sowie Hanno Roth aus Schwarzhausen (Landkreis Gotha) sind gerichtlich bestellte Betreuer für hilfsbedürftige Menschen, Wenke Müller aus Urbach (Unstrut-Hainich-Kreis) arbeitet als Altenpflegerin im Pflegedienst, Mathias Baumbach aus Schleusingen ist Erzieher im Kinder- und Jugendwohnheim Schloss Marisfeld (Landkreis Hildburghausen), Frank Stephan Eitel ist Geschäftsführer der Vogtlandwerkstätten gGmbH Greiz und Frank Michael Schmidt aus Remptendorf arbeitet als Heilerziehungspfleger im Christopherushof Altengesees (Saale-Orla-Kreis).

Die Diakoninnen und Diakone können sich der Brüder- und Schwesternschaft Johannes Falk anschließen. Die seit 1958 bestehende Gemeinschaft fördert die Diakonenausbildung, unterstützt ihre 175 Mitglieder und engagiert sich in sozialdiakonischen Projekten.

Das Berufsbild des Diakons geht bis in die ersten Jahrzehnte der Christenheit zurück und ist damit beinahe 2000 Jahre alt. Aufgabe der Diakone war seinerzeit, rechtlosen Randgruppen, wie Witwen und Armen zu helfen, aber auch Bischöfe in Gottesdiensten zu unterstützen. Heute arbeiten Diakoninnen und Diakone meist in Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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