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Bildquelle: EKM

Eisenacher Bildungsreihe «Nikolaikolleg»
eröffnet mit Vortrag von Hartwig Gauder

Am Dienstag (5. Februar) wird die Bildungsreihe «Nikolaikolleg» in der Kapelle des Diakonissenmutterhauses in Eisenach eröffnet. Jeweils an jedem dritten Dienstag im Monat ist in der Zeit von 10 bis 12 Uhr ein Vortrag mit Gespräch und Teepause zu kirchlichen, ethischen und gesellschaftlichen Themen geplant.

Das erste Referat hält Hartwig Gauder, ehemaliger Olympiasieger im Gehen, zu persönlichen Lebenszielen. Das Nikolaikolleg ist eine Bildungsveranstaltung des Nikolaizentrums zusammen mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringens (EEBT).

Die Veranstaltungen werden von einem Vorbereitungskreis mit derzeit sechs Mitgliedern organisiert, informiert Gabriele Phieler, Oberin der Evangelisch-Lutherischen Diakonissenhaus-Stiftung. «Es geht uns um ein monatliches Gesprächsangebot am Vormittag, für das wir miteinander Themen auswählen, die interessant sind und das geistlich-diakonische Profil des Nikolaizentrums stärken. Wir wollen gemeinsam mit den Gästen über unsere Kultur, den Glauben und gesellschaftliche Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft diskutieren. Dadurch soll auch das Miteinander von Nikolaikirche und Mutterhaus gestärkt werden», so Gabriele Phieler.

Der Verein Nikolaizentrum wurde im September 2010 gegründet, um innerhalb der Lutherdekade ein geistlich-diakonisches Zentrum in Eisenach zu etablieren. Träger sind die Evangelisch-Lutherische Diakonissenhaus-Stiftung, die Kirchengemeinde Eisenach und der Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen. Zur

Eröffnung des Nikolaikollegs konnten Superintendentin Martina Berlich und Oberbürgermeisterin Katja Wolf gewonnen werden. Hartwig Gauder wird unter dem Motto «Vom Olymp zum heiligen Berg – Eine ganz persönliche Geschichte» über den Weg zu einem erfüllten Leben referieren. «Wege zur Heilung führen nicht ausschließlich über Arztbesuche, Operation, Rehabilitation, Medikamente», so seine Botschaft.

Die folgenden Themen: Am 19. März spricht Prof. Ernst Koch über Veränderungen der marxistischen Lutherinterpretation bis hin zum Ende der DDR, am 16. April wird Prof. Gerhard Reiter unter dem Motto «Macht Geld glücklich?» über die ökonomische Glücksforschung berichten, am 21. Mai stellt Dr. Aribert Rothe das biblischen Menschenbild im Grundgesetz vor, und am 18. Juni präsentiert Sergej Lochthofen sein Buch «Schwarzes Eis».

Die ersten Veranstaltungen im Überblick:

5. Februar
«Vom Olymp zum heiligen Berg – Eine ganz persönliche Geschichte» Hartwig Gauder, ehemaliger Olympiasieger im Gehen, Erfurt

Eine «dauerhafte Gesundheit» besitzt niemand von uns. Wege zur Heilung führen nicht ausschließlich über Arztbesuche, Operation, Rehabilitation, Medikamente. Die Botschaft des Vortrages: Dass uns unsere eigene Einstellung den Weg aus unseren Schwierigkeiten zeigt und uns zu einem erfüllten Leben führen kann.

19. März
«Das marxistische Bild von der Reformation und seine Veränderungen in der DDR-Zeit» Prof. Dr. habil em. Ernst Koch, Leipzig

Lange wurde die Deutung Thomas Müntzers und Martin Luthers durch Friedrich Engels bestimmt. Dieses Bild veränderte sich ab etwa 1965 allmählich. Der Vortrag untersucht die Gründe und ihre Bedeutung, um sie als Beitrag zu den Veränderungen zu verstehen, die zum Ende der DDR geführt haben.

16. April
«Macht Geld glücklich? – Ergebnisse der ökonomischen Glücksforschung» Prof. Dr. Gerhard Reiter, Berufsakademie Eisenach, Studienbereich Wirtschaft

Die ökonomische Glücksforschung will herausfinden, was die Menschen glücklich macht. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen Wohlstand und Lebensqualität. In dem Vortrag wird der Einfluss von Wohlstand auf die Zufriedenheit genauer hinterfragt.

21. Mai
«Ebenbild und Menschenwürde. Jüdisch-christliche Wurzeln des Grundgesetzes» Dr. Aribert Rothe, Evangelische Erwachsenenbildung, Erfurt

Am Anfang der Bibel steht: «Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei…Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde.» (Gen.1,26 f.). Der Vortrag sieht in dieser Ebenbildlichkeitsaussage die Grundlage unseres Menschenbildes und des Grundgesetzes.

Rainer Beichler | | Quelle:

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