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Erster Familien-Feuerwehr-Gottesdienst in Seebacher Kirche

Am 14. Juni 2009 (10 Uhr) feiern die Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden in Seebach und Thal zum ersten Mal einen Familien-Feuerwehr-Gottesdienst. Mit den in die Seebacher Kirche einziehenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in ihren Fest-Uniformen beginnt der Gottesdienst. Die Predigt nimmt das Thema „Das St.-Florians-Prinzip“ (Heiliger Sankt Florian / Verschon mein Haus / Zünd andre an!) auf, nach dem Heiligen Sankt Florian benannt, dem Schutzheiligen der Feuerwehr.

„Den Einsatz der Feuerwehr für unseren Ort finde ich unverzichtbar wichtig“, erklärt Johannes Reinhardt, seit einem halben Jahr Pfarrer in Seebach. „Und um Rettung und Hilfe für Menschen geht es auch in unseren Gottesdiensten. Da lag bei meinem Antrittsbesuch die Idee eines Feuerwehr-Gottesdienstes nahe. So etwas ist in unserer Region zwar bislang einzigartig, aber woanders schon sinnvolle und schöne Tradition.“

Verbunden wird der Gottesdienst mit dem Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr. Vor der Kirche wird ein Löschfahrzeug stehen und durch das Blaulicht zusätzlich neben dem Glockenläuten zum Gottesdienst einladen. Nach dem Segen am Ende des Gottesdienstes bildet es die Spitze eines kleinen Umzugs zum Feuerwehrgelände. „Im Mittelpunkt stehen die Kinder mit ihren Familien“, so Reinhardt. „Die Kinder können das Löschfahrzeug in Augenschein nehmen und ein buntes Programm aus Rundfahrten in Feuerwehrautos, Zielspritzen und Bastel- und Malecke sorgen für Abwechslung.“

Hintergrund:
Feuerwehrgottesdienste werden in manchen Regionen als Gedenkgottesdienste am Namenstag des christlichen Märtyrers und Schutzheiligen der Feuerwehr, Sankt Florian, gefeiert. Der Legende nach hatte Florian als pensionierter römischer Hauptmann versucht, christliche Gefangene aus ihrem Kerker Lauriacum (heute Lorch in Österreich) zu befreien. Nachdem er sich geweigerte hatte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er am 4. Mai 304 ertränkt. Darum erkennt man ihn auf Bildern häufig am Mühlstein, als dem Symbol seiner Todesart.
Nach und nach entwickelte sich aus der Verbindung zum Wasser und dem Gedenken an seinen Einsatz für in Not geratene Christen auch seine Anrufung als Schutzpatron bei Feuergefahr.

Rainer Beichler | | Quelle:

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