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Kinderbuchlesung, Nachdenken über die Zeit und Festgottesdienst

An Martin Luthers Ankunft auf der Wartburg vor 490 Jahren erinnern drei unterschiedliche Veranstaltungen im Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen.

Am Sonntag, 1. Mai, um 16 Uhr, liest Pfarrer Andreas Müller, Direktor des Marienstift Arnstadt, ehemaligen Gasthaus «Zum Stern», in Berka/Werra, aus seinem Kinderbuch «Martin sucht die Freiheit».
Das Buch dient als Vorlage für das Weihnachtsmärchen der kommenden Spielzeit des Landestheater Eisenach.

Am Montag, 2. Mai, findet um 19.30 Uhr in der Eisenacher Georgenkirche ein Vortragsabend mit dem Titel „Zeit und Freiheit: Jedes Ding hat seine Zeit, hat jedes Ding seine Zeit?“ statt.
Technisch ermöglichte Beschleunigungen aller Art sind Zeit sparend. Doch die Erfahrung, keine Zeit zu haben, ist allgegenwärtig. Seit der Reformation sind wir zwar mehr und mehr von Naturzwängen befreit. Wir unterwerfen uns aber der Uhr und dem Terminkalender und engen gewonnene Freiheit mehr und mehr ein. Für Luther begann am 4. Mai 1521 eine „Aus-Zeit“ auf der Wartburg. Mit der Bibel-Übersetzung schenkte er uns einen Zugang zur „Zeit Gottes“, die von jedem Kalender-Diktat befreit.
Können wir ein neues Zeit-Verständnis gewinnen – und leben? Diesen Fragen gehen Prof. Dr. Klaus Dicke und Prof. Dr. Hartmut Rosa, Friedrich-Schiller-Universität Jena, in einem gemeinsamen Vortrag nach.

Am Mittwoch, 4. Mai, um 18 Uhr eröffnet Landesbischöfin Ilse auf der Wartburg mit dem Eisenacher Posaunenchor die Reihe der Wartburggottesdienste 2011. An diesem Festgottesdienst zum Gedenken an Luthers Ankunft auf der Wartburg am 4. Mai 1521 nimmt Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht teil.

Am 1. Mai 1521 passiert Martin Luther auf der Rückreise vom Reichstag in Worms bei Berka/Werra die heutige hessisch-thüringische Grenze.
Am 2. Mai 1521 predigt Luther trotz Verbot in der Georgenkirche zu Eisenach.
Am 4. Mai 1521 wird Luther zum Schein überfallen und versteckt sich als Junker Jörg auf der Wartburg, wo er das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzt.

Rainer Beichler | | Quelle:

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