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Lesereihe zum 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth

22 Frauen und Männer werden an 15 Samstagen jeweils um 18 Uhr in der Creuzburger Liboriuskapelle aus Legenden über die heilige Elisabeth lesen. Die Lesereihe «Legenden und Gedanken» beginnt am Samstag (2.6.) und endet am 9. September, dem Tag des offenen Denkmals.

Gelesen wird aus dem Buch «Leben und Legende der heiligen Elisabeth», das Dietrich von Apolda im 13. Jahrhundert geschrieben hat, sowie aus der jüngst im Wartburg Verlag erschienenen Legendensammlung «Brot und Rosen» von Sylvia Weigelt und Rainer Hohberg. Nach der Legende wird ein Liedertext von Paul Gerhardt oder Ernst Christoph Homburg vorgetragen, deren 400. Geburtstage in diesem Jahr gefeiert werden. Die Lesungen schließen mit zeitgenössischen Texten, unter anderem von Erich Fried, Kurt Marti, Mascha Kaleko und Bertolt Brecht.

Die Lesungen orientieren sich an einem Fresko an der Südostwand der 1499 erbauten Liboriuskapelle. Hier sind Szenen aus dem Leben der Elisabeth dargestellt. Das angesichts der zahlreichen dargestellten Szenen für Thüringen einmalige Fresko ist 1520 entstanden, wurde 1930 freigelegt und zuletzt 1976 konserviert.

Creuzburg ist einer der Elisabeth-Orte. Die Thüringer Landgräfin soll sich oft und gern auf der Creuzburg, der Schwesterburg der Wartburg, aufgehalten haben. Im Jahr 1222 hat sie auf der Creuzburg ihr erstes Kind, den einzigen Sohn, Hermann II, zur Welt gebracht. Durchaus möglich ist, dass Hermann in der Creuzburger Nicolaikirche, der heutigen Stadtkirche, getauft worden ist. Der Legende nach hat Elisabeths Mann, Landgraf Ludwig, die Brücke über die Werra, an der später die Liboriuskapelle errichtet wurde, aus Dankbarkeit für die Geburt des Sohnes im Jahr 1223 bauen lassen. 1227 hat Ludwig bei einem Landtag auf der Creuzburg die Teilnahme am Kreuzzug Kaiser Friedrich II. verkündet.

Rainer Beichler | | Quelle:

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