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Feierliche Wiedereröffnung der Nikolaikirche Eisenach

Kantatengottesdienst, Stadtkirchenfest und Orgelkonzert

Mit einem Kantaten-Gottesdienst wird die Nikolaikirche in Eisenach nach insgesamt 5-jähriger Sanierung am 28. Juni (Sonntag, 11 Uhr) wiedereröffnet. Die Predigt wird Propst Dr. Christian Stawenow halten. Aufgeführt wird die Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ von Johann Sebastian Bach.

Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde zu einem Stadtkirchenfest in der Nikolaikirche und auf dem umliegenden Gelände des Diakonissenmutterhauses ein (ab 11.30 Uhr). Im Garten hinter der Kirche präsentiert sich ein „Kleiner Markt der Möglichkeiten“: Das Lutherhaus Eisenach wird dabei sein, der Eine-Welt-Laden, Vertreter der Kirchenmusik, des Gemeindekirchenrates und der Diakonie werden ihre Arbeit vorstellen.

Uns geht es darum, dass die Menschen der Kirchengemeinde dort miteinander ins Gespräch kommen,

sagt Pfarrerin Angelika Göbel. Angeboten werden außerdem Bastelaktionen und Spiele für die Kinder sowie Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Zum Abschluss des Festes gibt es in der Nikolaikirche ein Konzert für Orgel und Trompete (16 Uhr).

Die Nikolaikirche in Eisenach wurde in insgesamt drei Bauabschnitten seit 2010 saniert. Dabei wurde ein barrierefreier Zugang in die Kirche geschaffen, der Chorraum restauriert und im letzten Schritt das Kirchenschiff umgebaut. Die Bankreihen wurden herausgenommen, stattdessen gibt es nun Stühle, eine zusätzliche Heizung wurde eingebaut. „Der Kirchenraum ist zur guten Wohnstube der Kirchengemeinde geworden“, so Angelika Göbel. Er sei nun multifunktional nutzbar für Gottesdienste, aber eben auch für Ausstellungen, Vorträge oder größere Feste wie z.B. Adventsfeiern. „Es ist ein Ort der Begegnung für eine große Kirchengemeinde.“

Die Nikolaikirche ist eine der ältesten romanischen Kirchen in Thüringen. Man habe sehr behutsam saniert, so Pfarrerin Göbel. Dies zeige sich ganz besonders bei den Säulen, Pfeilern und Kapitellen, die noch original aus dem 12. Jahrhundert erhalten sind.

Dieser Schatz der Kirche kommt durch die Sanierung ganz besonders zum Vorschein. Wir wollten bei der Restaurierung nicht romanisch nachbauen, sondern eigene Akzente setzen und den alten Raum sprechen lassen. Und, ganz wichtig, wir wollten kein Museum, sondern eine nutzbare offene Kirche, in die die Menschen gerne kommen.

Während der Reformationsdekade und zum Reformationsjubiläum im Jahr 2017 wird die Nikolaikirche innerhalb des Nikolaizentrums Begegnungsstätte sein für die vielen Besucher, die nach Eisenach kommen. „Der Kirchenraum soll dann Ort der Stille sein und für die vielen Besuchergruppen auch die Möglichkeit eröffnen, Gottesdienste und Andachten zu halten – oder einfach inmitten des Trubels etwas Ruhe suchen“, so Angelika Göbel.

 

Andrea T. | | Quelle:

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