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Artenschutz im Wartburgkreis

In der letzten Zeit hatte es im Wartburgkreis wegen Verstoßes gegen das Bundesartenschutzgesetz einige Irritationen im Rahmen der Kennzeichnungs- und Meldepflicht exotischer Tiere gegeben.

So sah sich ein Züchter in Creuzburg mit der Beschlagnahme seiner nicht ordnungsgemäß gekennzeichneten Aras durch die Untere Naturschutzbehörde des Wartburgkreises konfrontiert. Die Sache zog weitere Kreise, sogar bis in den Deutschen Bundestag. Dort trafen sich daraufhin der Eisenacher CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte mit dem ehemaligen Geheimdienstkoordinator und jetzigen Präsidenten des Bundesverbandes für Natur- und Artenschutz, Bernd Schmidtbauer.

Schmidtbauer bat Hirte nach dem etwa einstündigen Gespräch, «sich der Sache mal anzunehmen.» Konspirativ war das Treffen zwischen beiden CDU-Abgeordneten zwar nicht, brachte aber in der Folge greifbare Resultate. Nach einigem Hin und Her mit dem zuständigen Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt ist nun eine Lösung für die Züchter gefunden:
«Man kann die Einigung mit dem Thüringer Ministerium nur als Durchbruch bezeichnen», freut sich Hirte über das Ergebnis. Ohne das Entgegenkommen von Umweltstaatsekretär Stefan Baldus wäre die neue Regelung wohl nicht denkbar gewesen. Ab sofort können Züchter, die es bislang mit Ihrer Meldepflicht nicht so genaugenommen haben, straffrei Ihre Exoten an die Untere Naturschutzbehörde des Kreises melden.

Christian Hirte ist sich jedenfalls sicher, den Züchtern «damit eine Goldene Brücke gebaut zu haben. Schließlich wollen wir sie ja nicht kriminalisieren.»
«Allerdings hat die Sache auch einen Haken», so Hirte weiter. «Die Frist bis zu dem die Meldung zu erfolgen hat, ist kurz bemessen. Sie läuft nur bis zum 30. September.»
Danach werden empfindliche Strafen fällig, die im schlimmsten Fall bis zu 10000 Euro betragen kann. Deshalb sollten sich säumige Züchter möglichst bald mit der Behörde in Verbindung setzen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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