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Artenschutz in Eisenach – Fledermaus-Quartier gesichert

Ein kleiner Beitrag zum Artenschutz in Eisenach konnte in Regie der Unteren Naturschutzbehörde des städtischen Umweltamtes in dieser Woche fertig gestellt werden: Am Eichrodter Weg wurde ein alter Keller gesichert, der schon seit längerer Zeit ein Quartier für Fledermäuse ist. Zehn Feldermausarten, darunter die unter Naturschutz stehende Zwergfledermaus, sind dort bereits beobachtet worden. Die Tiere nutzen den Keller sowohl zum Überwintern als auch als Sommerquartier.

Der Fledermaus-Keller ist etwa 15 Quadratmeter groß und liegt am Eichrodter Weg, rund 250 Meter entfernt von der Abzweigung der Langensalzer Straße am südlichen Hang zum Stadtpark. Die Sicherung des Kellers erforderte wenig Aufwand. Der Eingang wurde mit Betonsteinen geschlossen. Lediglich eine Öffnung – eine Röhre mit ca. 30 Zentimeter Durchmesser – blieb als Eingang für die Fledermäuse. Davor entstand eine Mauer aus mit Steinen gefüllten Metallkörben (Gabionen), mit denen der Hang gestützt wird. Unterstützung gab es auch von der IG Vogel- und Fledermausschutz und Forschung Eisenach e.V., die zuvor im Inneren zusätzliche Niststeine für die Fledermäuse einbaute. Die IG wird auch die weitere Beobachtung und Betreuung dieses Fledermaus-Quartiers übernehmen.

Die gesamten Sicherungsarbeiten für den Fledermauskeller waren Bestandteil der derzeit laufenden Straßenbauarbeiten am Eichrodter Weg. Künftig wird der neue Fußweg direkt an der Steinkorb-Mauer vorbei führen.

Das Umweltamt der Stadt Eisenach appelliert aus diesem Anlass erneut an die Bürgerinnen und Bürger, selbst für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt aktiv zu werden. Es bedarf nicht immer großer Aktionen, um Arten zu schützen.
Es reicht auch kleine Dinge zu beachten. Dazu können gehören: keine Hecken und Bäume in der Brut- und Aufzuchtzeit der Vögel schneiden, Spalten und Öffnungen für Vögel und Fledermäuse bei Haussanierungen oder Neubauten belassen oder auch Gärten und Grünanlagen mit geeigneten Rückzugsgelegenheiten für Igel, Frösche und andere Kleintiere gestalten.

Für Fragen und Anregungen steht das städtische Umweltamt, Untere Naturschutzbehörde, zur Verfügung (Tel.: 03691-670612 oder E-Mail: umwelt@eisenach.de).

Rainer Beichler | | Quelle:

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