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Ausstellung „‚Arisierung‘ in Thüringen“ in Foyer-Galerie

Seit dem 6. November 2008 wird die Wanderausstellung „Arisierung“ in Thüringen – Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht. in verschiedenen Städten Thüringens gezeigt. Die ersten Stationen waren Erfurt, Suhl, Gera und Pößneck.
Das Projekt ist von einer Gruppe engagierter Geschichtsstudenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Dr. Monika Gibas in Kooperation mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und den Thüringischen Staatsarchiven erarbeitet worden. Dank der Unterstützung der Wartburg-Sparkasse kann diese Wanderausstellung bis zum 24. September 2009 in der Foyergalerie der Wartburg-Sparkasse in Eisenach, Markt 2 gezeigt werden.

Die Ausstellung dokumentiert an ausgewählten Thüringer Beispielen, wie von 1933 an die organisierte Verdrängung der jüdischen Minderheit aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens erfolgte. Das Hauptaugenmerk gilt dabei Wirtschaftsunternehmen, die ihren jüdischen Inhabern entrissen wurden.

Dargestellt werden Fallbeispiele aus Apolda, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Jena, Nordhausen, Pößneck, Saalfeld und Weimar.

Auch an die Ausgrenzung und Ausplünderung der jüdischen Bürger der Stadt Eisenach während der NS-Zeit wird mit einem Fallbeispiel erinnert, der Geschichte der Ausgrenzung, Enteignung und Ermordung von Frieda und Siegfried Kirchheimer. Die Dimension des begangenen Unrechts und die dramatischen Folgen für die Betroffenen werden durch den Blick auf solche Einzelschicksale besonders anschaulich.

Der Ausstellungskatalog ist in der s-selecta-Reihe der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen erschienen.
Er ist gegen eine Schutzgebühr von 5,00 Euro beim Leipziger Universitätsverlag (Tel.: 0341/9900440 oder online-Bestellung über www.univerlag-leipzig.de) erhältlich.

Terminhinweis: Am 10. August 2009 wird in Eisenach der 1. Stolperstein verlegt. Mit der Aktion Stolperstein soll an ehemalige jüdische Menschen in Eisenach erinnert werden. Insgesamt sollen 13 Steine an fünf stellen verleht werden.

Rainer Beichler |

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