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Bahnhofsvorstadt: Entkontaminierte Flächen werden abgedeckt

Der Hang und die Baugruben im Bereich des „Tors zur Stadt“ werden in den kommenden Wochen abgedichtet.

Die Ausgrabungs-Arbeiten auf der Fläche gegenüber dem Bahnhof wurden schon vor einiger Zeit abgeschlossen. Sie dienten der Entkontaminierung der verseuchten Flächen. Eine Farbenfabrik, die bis in die 60er Jahre an dieser Stelle stand, hatte das Gelände weiträumig mit giftigen Stoffen wie Arsen und Blei verunreinigt.
Bereits seit einiger Zeit laufen die Planungen, die abgebaggerten Flächen und ausgehobenen Gruben abzudichten. Damit wird verhindert, dass die Spuren von Giftstoffen, die noch im Boden stecken, ins Grundwasser gespült werden. Die Stoffe können nicht entsorgt werden, weil sie in tiefer liegenden Gesteinsschichten stecken. Der Aufwand zu ihrer Bergung wäre unverhältnismäßig hoch.

In Kürze wird der Hang nun mit mineralischen Matten und mit Asphalt abgedichtet. Die neue Trasse B19 wird mit Bitumen gesichert. Auf die Erde in den ausgehobenen Gruben wird ein Bindemittel gespritzt, so dass der Regen auch hier keine Erde mehr ausspülen kann.

Die Entkontaminierung zeigt bereits jetzt deutliche Wirkung: Die Bleibelastung des Grundwassers im Bereich Bahnhofstraße ist mittlerweile unter den Schwellenwert von sieben Mikrogramm pro Liter gefallen, wie eine Messung im Juli 2008 ergab.

Mit der zukünftigen Bebauung des Geländes erfolgt dann eine dauerhafte Versiegelung.

Verantwortlich für die Arbeiten ist die Firma Becker, die beim Projekt „Tor zur Stadt“ Investor ist. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Neugestaltung des Areals zwischen Bahnhof und Nikolaitor. Das Gelände, das zuletzt als Parkplatz diente, soll bebaut und gewerblich genutzt werden. Überdies soll die Bundesstraße B 19 in der Bahnhofsvorstadt verlegt werden. Der Busbahnhof soll ebenfalls innerhalb der Bahnhofsvorstadt verlegt und neu gebaut werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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