Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: © Stadt Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Stadt Eisenach

Baustart: Lutherplatz wird neu gestaltet

Der Lutherplatz im Eisenacher Stadtzentrum wird in diesem Jahr neu gestaltet. Oberbürgermeisterin Katja Wolf startete heute mit einem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten.

Dieser Platz vor dem Lutherhaus soll sich zum Reformationsjubiläum in neuem Outfit präsentieren. Deshalb freue ich mich, dass jetzt die Bauarbeiten endlich starten können, betonte die Oberbürgermeisterin.

Der Lutherplatz teilt sich in zwei Bereiche, zwischen denen ein gepflasterter ca. 2,15 bis 2,80 Meter breiter Weg in Richtung Schlosshotel angelegt wird. Der vorhandene Fahrweg direkt vor dem Lutherhaus bleibt erhalten; im hinteren Bereich zwischen dem Eingang zum Schloßhotel und der Esplanade wird das Großpflaster neu verlegt. Zwischen diesen beiden Wegen wird die Grünfläche mit den Bäumen erhalten und hergerichtet. Der Baumplatz liegt erhöht. Das Gefälle wird mit Travertinstufen abgefangen, die ähnlich wie am Johannisplatz zu den Seiten hin auslaufen.
Der Platz von dem neuen Weg in Richtung Creutznacher Haus behält seine ungebundene Deckschicht. An seiner Süd- und Ostseite wird eine Pergola in L-Form errichtet. Diese erinnert an den Grundriss des ehemaligen Marstall- und Gewölbekellergebäudes. Die Pergola entsteht aus 14 rechteckigen Stahlbetonpfeilern in Architekturbetonqualität. Angedacht ist eine Begrünung eines Teils der Pfeiler.
Am Boden wird der Platzteil mit Natursteinpflaster eingefasst. Darin werden beschriftete Stahltafeln mit dem Schriftzug: “Grundriss des ehemaligen Marstalls, erbaut im Goldenen Zeitalter Eisenachs, 1698 – 1729“ an die Stadtgeschichte erinnern. Die Stahltafeln bestehen aus Corten-Stahl, einem wetterfesten Baustahl.
Damit entsteht ein neu gestalteter innerstädtischer Freiraum, auf dem auch eine Wasserstele sowie Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Der Platz erhält dafür einen neuen Frischwasseranschluss. Zudem gilt es bei den Bauarbeiten, Leitungen umzuverlegen und Lampen zu installieren. Auch werden die vorhandenen Natursteine saniert.

Mit den Bauarbeiten wurde das Bauunternehmen GBN Granitbau Nordhausen GmbH nach öffentlicher Ausschreibung beauftragt. Die Baukosten sind mit insgesamt 267.500 Euro veranschlagt. Die Fertigstellung des Lutherplatzes ist für den 13. Oktober 2016 geplant.

Zur Geschichte: Der heutige Lutherplatz war früher vollständig bebaut. Dort gab es eine Brauerei, den Marstall des einstigen Residenzschlosses sowie Archivgebäude. Ein Großteil wurde bei einem Bombenangriff 1945 zerstört und später abgerissen, so dass ein freier Platz entstand.

Foto v.l.: Angela-Marina Motschmann (städtische Abteilung Tiefbau), Bürgermeister Dr. Uwe Möller, Polier Markus Stiboy und Oberbürgermeisterin Katja Wolf

Andrea T. | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

  • Felix Berg

    267 000 , warum geht da bis auf die Materialkosten nichts in Eigenleistung, an der sich auch Bürger, Kinder und Jugendliche beteiligen? A spart das Geld und B was weit wichtiger ist, wer etwas mit erstellt hat mit den eigenen Händen, der schont das auch und hält es sauber. Im nachhinein aufzukreuzen um sich mit Graffitis und den Resten vom Fast Food selbst zu verwirklichen würde doch damit ein Riegel vorgeschoben.

    • Stadtbewohner

      Wie wollen Sie das erreichen? Zwangsarbeit? Und vor allem: Fordern Sie da gerade ernsthaft Kinderarbeit???

      Abgesehen davon gibt es schlimmere Plätze in Eisenach, hier wird sinnlos Geld verpulvert.

      • Felix Berg

        Für Zwangsarbeiter ist Frau Nahles im Auftrag von Merkel zuständig. Aber hier können sie mit guten Beispiel mit ihren Kindern etwas gutes Leisten zum wohl der Stadt, natürlich ohne Lohn.

    • commentatore

      Sie sprechen das Problem an, dass der schön neugestaltete Platz schnell von den Trinkern und sonstigen lästigen Personen bevölkert werden könnte. Das ist leider zu erwarten. In ein Umbaukonzept gehört deshalb auch eine Idee, wie der Platz anschließend von der redlichen Bevölkerung bevölkert und genutzt wird. Reges Treiben vertreibt nämlich seinerseits das Gevölk. Wo immer was los ist, da hat auch immer jemand ein Auge auf. Als Negativbeispiel sag ich nur: Johannisplatz.

      Vielleicht würde übrigens schon ein kleiner Obulus für die Toilettenbenutzung die Trinker abhalten bzw. irgendwohin vertreiben, wo das sich Erleichtern kostenlos ist. Besser in einer dunklen Ecke als am schönsten Platz der Stadt, wo man die Touristen vertreibt. Aaaah, das wird jetzt vielen wieder nicht gefallen. Geld für die öffentliche Toilette, während man sich unter den Eliten die Gelder zuschiebt auf Kosten der kleinen Omi. Skandal.

Top