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Berufsfeuerwehr Eisenach ermöglicht Fortbildung auswärtiger Wehrleute

Seit Dezember können Feuerwehrleute aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bei der Eisenacher Berufsfeuerwehr (BF) zu Fortbildungs-Besuchen zu Gast sein. Brandoberamtsrat Nils Eichhorn, stellvertretender Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Zwickau, war im Dezember der erste Besucher. Seine zweitägige Stippvisite in Eisenach ist Teil seiner dreimonatigen Aufstiegs-Fortbildung bei der Berufsfeuerwehr Jena vom gehobenen in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst.

In der Wartburgstadt informierte sich der 44-Jährige über die Organisation des vorbeugenden und des abwehrenden Brandschutzes, aber auch über Brandschutzkonzepte zu besonderen Gebäuden oder Einrichtungen. «Eigentlich haben wir die ganze Stadt theoretisch und praktisch durchquert», fasst Brandoberinspektor Jens Claus, Leiter des städtischen Brand- und Katastrophenschutzamtes, zusammen. Die Konzepte und Pläne studierten sie zunächst im Büro, bevor sie anschließend die jeweilige Situation an Ort und Stelle besichtigten.

Schwerpunkte waren der Brandschutz für Industriebetriebe und für bedeutende Kultureinrichtungen hier in Eisenach. Deshalb begleitete Eichhorn den Eisenacher Feuerwehrchef unter anderem auf die Wartburg und zum Opel-Werk. «Zwar hat Zwickau auch ein Automobilwerk, aber bei der Organisation der Werks-Feuerwehren gibt es doch einige Unterschiede. Auf solche Erfahrungen und verschiedenen Sichtweisen kommt es an, um voneinander zu lernen», betont Eichhorn, der seit 1990 bei der Feuerwehr ist. Beeindruckt hat ihn das Eisenacher Brandschutzkonzept für die Wartburg. «Allein die Anfahrt und die Löschwasserversorgung zur Wartburg sind eine Herausforderung für die Feuerwehrleute», hat er festgestellt. «Es ist eine starke Leistung, was die Eisenacher Berufsfeuerwehr mit ihrem Personalbestand bewältigt», lobt Eichhorn, der in Zwickau auch für den Einsatz von Rettungsdienst und Technik zuständig ist.

Für Jens Claus ist der Erfahrungsaustausch mit anderen Feuerwehren wichtig, um die eigene Arbeit verbessern zu können. Dafür bieten Fortbildungen für den Aufstieg der Feuerwehrbeamten gute Gelegenheiten. Neben dem dreimonatigen Ausbildungsabschnittes nehmen die Feuerwehrbeamten am regulären Dienstbetrieb der Berufsfeuerwehr Eisenach teil.

Vorbeugender und abwehrender Brandschutz:
Zum vorbeugenden Brandschutz gehören beispielsweise das Aus- und Fortbilden der Einsatzkräfte (Fahrzeugtechnik, Atemschutzgeräte, Rettungssanitäter u.a.), Brandsicherheitswachen, Gefahrenverhütungsschauen oder Info-Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen. Um das Sichern der Löschwasserversorgung, das Löschen von Bränden oder die erforderlichen Nachkontrollen am Einsatzort geht es zum Beispiel beim abwehrenden Brandschutz.

Rainer Beichler | | Quelle:

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