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Letzter Wind-Dialog in Bad Salzungen

Ministerin Keller:

Die bisherigen Dialoge zeigten, wie wichtig den Menschen das Thema ist. Die Anregungen nehmen wir sehr ernst.

Am Mittwoch (27. April) findet der letzte von insgesamt vier Bürger-Dialogen zur Windenergie statt. Beginn ist 18 Uhr im Presswerk in Bad Salzungen. Bei der Veranstaltung will Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller zum vierten Mal mit Thüringerinnen und Thüringern über die Planungsgrundlagen für den Ausbau der Windenergie sprechen.

Im Podium stehen neben Planungsexperten und einem Vertreter von ThüringenForst auch Vertreter von regionalen und überregionalen Bürgerinitiativen. Die ersten drei Dialoge fanden in Sömmerda, Leinefelde-Worbis und Ronneburg statt und widmeten sich insbesondere den Planungsregionen Mittel-, Nord-, und Ostthüringen. Mit Bad Salzungen ist nun die Planungsregion Südwestthüringen an der Reihe. Mit den Dialogen werden erstmals die Thüringerinnen und Thüringer in Planungsprozesse einbezogen.

Die Gespräche zeigten, wie wichtig den Menschen das Thema ist. Die vielen Anregungen, die wir in den bisher drei Dialogen erhalten haben, nehmen wir sehr ernst. Wir prüfen nun, inwiefern diese in den Entwurf des Windenergieerlasses eingearbeitet werden können, sagt Ministerin Keller in einem Zwischenfazit. Bei aller Kritik am geplanten Ausbau habe ich auch großen Zuspruch für die geplante Abkehr von der Atomenergie erlebt. Wie bedeutsam dieser Schritt ist, zeigte sich besonders nach den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima.

Die Fragen und Antworten der ersten drei Dialoge finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums unter www.tmil.info.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Christian

    Immer dieser Blödsinn dass die Windenergie als Ersatz zur Kernenergie verkauft wird. Das ist so einfach nicht haltbar! Alles mit Windrädern zupflastern und dann zu glauben wir können das Energieproblem lösen, ist einfach nur dumm. Andere Bundesländer wehren sich mittlerweile erfolgreich gegen diese hässlichen Vogelvernichtungsmaschinen, Thüringer sind mal wieder treudoof.

    • Felix Berg

      Die Bauern freuen sich wegen der Pachtverträge und auch die Waldbesitzer, da die Bäume zur Zeit nicht gerade Umweltfreundlich durch den Schornstein wandern stehen in Zukunft diese Säulen an der Stelle wo einst Wald war, nur die Farbe kommt nicht hin.

    • Verwunderter

      Also bauen wir Ihnen einfach ein Kernkraftwerk vor Ihre Tür, einverstanden? Da haben die Vögel gleich ein warmes Plätzchen zum Sitzen. Und endlich würde Thrüingen nicht mehr als so rückständig gelten – kein einziges eigenes KKW im Ländchen, und das wo hier so viel Platz wäre. Oder wie wär’s mit einem netten Braunkohlemeilerchen, fördert das heimische Seifensiederhandwerk. Oder bauen Sie uns doch einen Kernfusionsreaktor, Christian. Wir könnten natürlich auch einfach mal das Licht auslassen, ist auch viel gemütlicher. Bei zwei Millionen Thüringern (abzüglich derer, denen der Strom schon behördlicherseits abgedreht wurde) kommt da einiges zusammen. Aber ist schon richtig: Vom Schattenschlag gehen enorme Gefahren aus, sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

      • Christian

        Sie glauben auch noch an den Weihnachtsmann oder? Beschäftigen Sie sich bitte mal intensiver mit dem Thema bevor Sie hier zynische Worte verlauten lassen.
        Kernkraft, so kritisch sie gesehen werden muss, ist nun mal in Deutschland etabliert worden. Diese jetzt in unpassender Art und Weise, fast hysterisch abzuschalten, ist nicht nur kontraproduktiv sondern auch dumm. Dazu kommt, dass man ein Atomkraftwerk nicht einfach mit 1000 Windrädern ersetzen kann. Erstens braucht man noch weitaus mehr Windräder und zweitens fehlt dann ein regelbares System im Stromnetz.
        Wer den ganzen Schnellumbau jetzt bezahlt (Thema EEG-Umlage) wissen Sie ja bestimmt auch …

        • Geschockter

          Also unglaublich: Wollen Sie nicht mal eine Reise machen? Ich bezahl sie Ihnen! Von Eisenach geht’s los über Tschernobyl nach Kyschtym und Belojarsk, vorbei an Stalingrad und dann rüber nach Fukushima. Hier ein paar Tage Aufenthalt, die gute Luft genießen. Tief einatmen und einheimisches Gemüse bitte reichlich verzehren, dazu Fisch, fangfrisch aus dem Auffangbecken – äh Ozean. Und wenn’s Ihnen dann noch nicht schlecht geworden ist, gerne rein ins Flugzeug rüber nach Los Alamos und Harrisburg. Kernschmelze, treten Sie doch mal näher ran! Dabei dürfen SIE mal etwas nachdenken, fangen Sie gleich mal damit an: https://www.greenpeace.de/themen/der-gau-harrisburg – Oder freuen Sie sich schon mal auf die ganz fette Rechnung, die uns die Atomkonzerne jetzt für die Vergangenheit noch auftragen. Der Strom war zwar billig, nur die Entsorgung des gaznen Drecks, eine Angelegenheit für die Ewigkeit, da haben wir uns damals noch nicht so die Gedanken gemacht. Vielleicht fahren wir das Zeug auch – mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen – rüber in die Dritte Welt. Oder doch besser nach Philippsthal? Glück auf!

          • Christian

            Kommen Sie mit nicht mit irgendwelchen Horrorszenarien, zumal diese eh den Zustand in Ausland beschreiben, der mit den Energiewendeentscheidungen im Inland nichts zu tun haben(!) Zudem werden wir über die Nutzung von Atomanlagen im Ausland nie die Kontrolle haben, genauso wenig wie die dortigen Verhältnisse mit den hiesigen verglichen werden sollten.

            Gut, dann schicke ich Sie auf eine Reise nach Indien und China, wo teils viel zu junge Arbeiter für unsere Klamotten schuften und sich die Giftbrühe in die Flüsse verbreitet und alles abtötet, oder nach Afrika, wo unser Elektronikschrott von Kindern verbrannt wird um die Edelmetalle raus zu schmelzen. Danach geht es nach Indonesien, wo durch unseren Bio-Energiehunger die Regenwälder Plantagen geopfert werden und Wildtiere als Schädlinge ausgemerzt werden. Das alles passiert durch die Engstirnigkeit und Kurzsichtigkeit der von Ideologien getriebenen, kapitalistischen Gesellschaft.
            Was passiert den aktuell? Der Steuerzahler blecht für eine vollkommen dumme und viel zu schnelle Energiewende, die einzelne Reiche, noch reicher macht, indem Sie die Subventionen für Solar und Windkraft einstreichen, die in anderen Ländern Umwelt vernichtet, die Braunkohle fördert, Atomkrafttechnologie exportiert, teuerste, neue Brennstäbe und Kraftwerke entsorgen muss und dabei suggeriert, dass eine komplett nachhaltige und saubere Energiegewinnung möglich wäre. Das ist heutzutage einfach nicht der Fall! Was wird eigentlich mit den ganzen Windrädern, wenn die ihr EndofLife erreicht haben und es keine Subventionen mehr gibt? Wer bezahlt eigentlich die neuen Solarpannels, wenn die alten nach 15-20 Jahren getauscht werden müssen? Warum gibt es ein Power-to-Gas-Verfahren erst heute?

          • Nochmehrgeschockter

            Die Horrorszenarien beschränken sich nur nicht aufs Ausland. Aktuell sind die Nachrichten über den nuklearen Regen nach Tschernobyl wieder zahlreich. Die Katastrophe kam direkt zu uns geflogen – und in manchem Wald liegt noch heute so viel radioaktiver Dreck, dass man noch immer Pilze und Wild nicht essen sollte. Doch direkt beeinflussen können „wir“ das nicht. Die BRD darf nicht den weltweiten Atomausstieg beschließen. Doch können wir vielleicht voran gehen? Wenn unser Ausstieg gut läuft, dann machen es andere uns nach. Denn auch die anderen haben die selbe Problemlage. Auch dort ist das Entsorgungsproblem nicht gelöst und auch dort kann man sich nicht gänzlich davor verschließen, dass das Risiko hinsichtlich der Häufigkeit von Unfällen vielleicht klein sein mag. Wenn sich das Risiko aber realisiert, dann hat es so gigantische Ausmaße, dass man es sich gar nicht vorstellen will, aber leider in Fukushima wirklich vor Augen geführt bekam. Also abschalten, und zwar schnell. Je mehr Meiler, desto besser.

            Die Existenz der vielen anderen Probleme einer industrialisierten und globalen Wirtschaft, die Sie beschreiben, erkenne auch ich durchaus, man sollte diese auch nicht kleiner machen als sie sind. Doch: Lösen SIE das Problem, indem Sie alles in einen Topf werfen? Wollen Sie alle Wirtschaft abschaffen, nur damit einzelne Reiche nicht noch reicher werden? Wollen Sie unser Land deindustrialisieren, damit wir keinen Strom mehr verbrauchen müssen? Alles keine gangbaren Lösungen. Sie, Christian, haben keine wirkliche Lösung für all diese Probleme vorzuweisen. Sie lösen nur sämtliche real existierenden Probleme damit, dass Sie sich in Ihrem Denken ein Meta-Problem zusammenschustern, den engstirnigen Kapitalismus, der von den bösen Politikern betrieben wird. Schaffen wir also das System ab und alle Probleme sind gelöst. Wie weltfremd.

          • Felix Berg

            Aus der Kernkraft raus ist Sinnvoll, nur setzt D als Vorbildrolle die falschen Marker, denn leider wird in D alles ausgenutzt um wenige in die Lage zu versetzten mit geringstem Einsatz auf Kosten der Allgemeinheit Geld zu raffen. Ein anderer Aspekt, D hat sich darauf spezialisiert nur noch Produkte auf den Markt zu bringen mit minimalem Haltbarkeitsdatum, das schafft mega Gewinne, verschleudert aber ohne ende Energie. Es geht also nicht wirklich um Einsparungen, sondern da haben ein par Angst ihren Hintern verstrahlt zu bekommen und machen nun noch ein Geschäft damit. D ist auch weiterhin umgeben von Kernkraft, in nahezu allen Nachbarländern. Fazit, wer ohne Kernkraft auskommen will könnte einfach einmal darüber nachsinnen wie das auch geht ohne die Natur weiter zu zerstören- evtl. weniger verbrauchen, oder Produkte herstellen die ein Leben lang halten ? *g / die Frage ist nur, was ist uns lieber, die Möglichkeit zu raffen oder die Natur.

          • Christian

            Ja, man hätte wohl einfach nie einen Atomeinstieg wagen sollen. Jetzt ist die Situation so, als wenn man sich in die Jauchegrube begibt, um nach Diamanten am Grund zu tauchen und wenn man einmal drin ist und tauchen war, bricht man ab.
            Abschalten, schnell blabla ist einfach nur unüberlegtes handeln. Dass man Fukushima als Grund für dieses unüberlegte Handeln heranzieht, ist einfach unfassbar.

            Sie fragen mich, ob ich die Probleme löse? Dann frage ich Sie, ob Sie Interesse an Lösungen haben. Das Ganze hat zudem nichts mit Industrialisierung zu tun sondern mit der Gier und Macht einzelner. Nehmen wir doch das aktuelle Beispiel Glyphosat. Gerade wurde die Erlaubnis erteilt, dieses Gift weiter auf die Felder zu werfen, obwohl man weiss, dass die Studien des Herstellers mehr als mangelhaft waren, dass das Zeug krebsererregend ist und unsere Nutztiere unfruchtbar machen. Und warum das Ganze? Weil ein Unternehmen -Monsanto- damit unglaublich viel Geld verdient. Und das ist nur ein Beispiel von tausenden. Die beste Erfindung der ganzen Giftmischer ist doch eh der Grenzwert. Lösung: denjenigen auf die Finger kloppen, die auch nur daran denken, so ein Gift in die Umwelt zu bringen. Wollen Sie Lösungen? Suchen Sie nach den Ursachen der Probleme!

            Ich werfe bei Gott nicht alles in einen Topf, das sollten Sie besser wissen. Ich bin auch der Meinung, dass der Kapitalismus funktionieren kann, vorausgesetzt das Volk ist nicht so dumm Lobbyismus wäre strafbar.
            Da unsere Welt immer Menschenfeindlicher wird, nennen Sie mich ruhig weltfremd.

          • Milder

            Aber werfen Sie nicht wirklich vieles in einen Topf? Atomausstieg, Glyphosat, alle stecken unter einer Decke und Schuld an allem ist die Gier Einzelner. Das ist „Alles-in-einen-Topf-werfen“ par excellance.

            Vielleicht ist das Problem einfach, dass wir beide Vieles nicht ändern können und einiges anders machen würden, aber nicht die Möglichkeit haben, es zu verändern. Das hat ein gewisses Frustpotenzial. Ich würde dieses Glyphosat auch nicht zulassen. Tatsächlich kommt das Zeug nun weiter auf die Felder und von dort direkt auf meinen Teller. Hoffentlich gelangt möglichst wenig aufs Biogemüse.

          • Christian

            Ob ich alles in einen Topf werfe oder nur vergleichbare Thematiken aufliste, können Sie für sich interpretieren wie Sie möchten.
            Dass wir Dinge nicht ändern können, der Meinung werde ich nie sein. Resignation ist ein denkbar schlechtes Mittel als Problemlösung. Ich denke viel mehr, Menschen mit Ihrer Meinung sind Teil des Problems.

          • Chamäleon

            Habe ich resigniert?

            Helfen Sie mir bitte dabei, wie ich das Glyphosat-Problem lösen kann. Ich mache keine Gesetze. Ich kaufe zwar möglichst Obst und Gemüse aus biologischer Erzeugung und hoffe, dass das Zeug dort möglichst wenig drauf ist, aber die Masse kauft trotzdem das billigste und gibt damit Anreize, möglichst billig zu produzieren. Ist mein Verhalten nicht eher Hilflosigkeit?

            Atomstrom – in vielen Ländern wird er weiter produziert, hierzulande wird man (nach aktuellem Stand) aussteigen, ich habe einen Vertrag mit einem Ökostromanbieter und unterstütze so alternative Energieerzeugung. Dass die Atomkonzerne aber Technik und Know-how weiter ins Ausland verkaufen – wie sollte ich das ändern? Ich wähle meist grün und muss aktuell zusehen, wie die Partei derzeit in der Bedeutungslosigkeit vor sich hin schlummert.

            Seltene Erden oder giftige und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Elektronikkram – wir beide sitzen munter am PC und nutzen die Geräte, aus deren Kaufspreis jemand solche Herstellungsbedingungen mitfinanziert hat. Warum verzichten wir nicht auf diese Geräte? Weil wir auf manches nicht verzichten können.

            Dass Sie mich jetzt persönlich für „das Problem“ verantwortlich machen, finde ich nicht so schön. Aber ich erkenne an, dass Sie grundsätzlich für „das Gute“ eintreten. Das ist doch ehrenwert, ehrlich!

          • Christian

            Tja, sehen Sie, da könnten Sie schon was tun, hören Sie auf „grün“ zu wählen! Mal ganz davon abgesehen, dass die Grünen genauso zu den kartellartig arbeitenden, etablierten Parteien gehören und somit keine Handlungsspielräume mehr haben, sind die verkappten Umsetzungen der Grünen eher stark umweltfeindlich und wirtschaftsfreundlich. Die Probleme ins Ausland zu verschieben ist nun mal keine Lösung! Beispiele und Erklärungen spare ich mir mal an dieser Stelle. Solange ich immer noch „Bio“spritt tanken muss, werde ich diese Meinung aber nicht mehr ändern.

            Wenn Sie das Große Ganze im Blick haben wollen, so fragen Sie sich doch mal, für was wir eigentlich Leben und Arbeiten, wenn alles nur dem Wachstum dient. Die große Geldblase wird immer dicker, auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit, alles nur aufgrund der Ideologie, dass Wachstum das Wichtigste überhaupt ist. Wachstum ist kein Fortschritt! Zudem gibt das alles keine Sicherheit, aufgrund einer Laune der „Finanzwelt“ können wir alle von Heute auf Morgen mit in eine Kriese gerissen werden. Die arbeitende Gesellschaft haftet also für die Eliten. Hatten wir schon mal…
            Aus wirtschaftlicher Sicht (ich selber war Anleger) kann ich das alles verstehen, es macht gierig sein Geld zu vermehren, koste es was es wolle. Aus sozialer und ethischer Sicht ist das das Allerletzte! Derzeit haben wir einen super Niedrigzins, weil wir angeblich zu wenig konsumieren – mir wird schlecht wenn ich darüber nachdenke dass unsere derzeitige Wegwerfgesellschaft den Geldmachern schon nicht mehr ausreicht.

            Menschen beschweren sich über Umweltverschmutzung suchen Auswege, gleichzeitig bringen wir dem Nachwuchs schon früh an der Uni bei, dass ein Schreiner, der zu gute Betten baut, die ewig halten, irgendwann alle Kunden zufriedengestellt hat und keine Aufträge mehr bekommt. Danach arbeitet unsere Wirtschaft schon seit Jahrzehnten. Geräte dürfen nicht mehr lange halten, Kleidung muss zu schnellstlebiger Mode werden und selbst teure Elektronik muss jährlich neu beschafft werden. Alles krank!

            Atomkraft, Glyphosat, Biospritt, und auch der Klimawandel, dass sind alles Auswüchse unserer merkwürdigen Gesellschaft und Herrschaftsideologie. Würden wir alle arbeiten, nur damit es uns allen gut geht, hätten wir diese Probleme nicht.

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