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Forderungen des DGB Eisenach/Wartburgkreis zum Internationalen Frauentag

Mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit und es werden Blumen in Eisenach verteilt

Der Internationale Frauentag 2016 steht für die DGB-Gewerkschaften im Zeichen der Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit, wie der DGB Kreisvorsitzende Jürgen Putzke erklärt.

In Thüringen arbeitet jede zweite Frau in Teilzeit. Das ist mit handfesten Nachteilen beim Einkommen, bei der Karriere und der sozialen Absicherung verbunden.

Viele Frauen wollen mehr arbeiten, viele Männer weniger, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Real haben aber die wenigsten Beschäftigten den Einfluss auf Dauer, Lage und Takt ihrer Arbeitszeit, den sie sich wünschen und den sie brauchen würden, um Beruf, Hausarbeit und Kinderbetreuung bzw. Pflege partnerschaftlich zu teilen. Daher seien Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, vor allem des Teilzeit- und Befristungsgesetzes notwendig, so der DGB.

In Eisenach werden am 08. März durch die Kolleginnen und Kollegen des DGB-Kreisverbands Blumen an Beschäftigte im Pflegebereich und in den Werkstätten des Eisenacher Theaters verteilt. Der DGB möchte durch den Besuch bei den zumeist Frauen, die in Teilzeit in den Werkstätten arbeiten, ein Zeichen setzen.

Die Werkstätten des Theaters müssen, unabhängig von der künftigen Verwaltungsstruktur, unbedingt am Standort Eisenach erhalten bleiben. Den Frauen, die hier in Teilzeit beschäftigt sind, ist das Pendeln an einen anderen Standort nicht zuzumuten. Die Werkstätten in Eisenach zu erhalten heißt, Arbeitszeitplätze in der Stadt zu sichern und einen richtigen Schritt in Richtung Vereinbarkeit und Selbstbestimmung zu tun, erklärt der stellvertretenden DGB-Kreisvorsitzende Michael Lemm.

Die DGB-Gewerkschaften setzen zum Internationalen Frauentag 2016 ein Zeichen und fordern:
• ein Recht auf Teilzeit für alle Beschäftigten,
• ein Recht auf befristete Teilzeit, damit Beschäftigte ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können und auch Männer sich trauen, ihre Arbeitszeit zeitweilig zu reduzieren,
• ein Recht auf Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit.

Als Gewerkschaften fordern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für mehr Selbstbestimmung und damit Frauen und Männer dauerhaft ihre Existenz eigenständig sichern können. Vereinbarkeit ist eine Voraussetzung dafür, dass die Lücke zwischen Frauen und Männern beim Erwerbseinkommen sowie anschließend in der Rente schließt und trägt damit entscheidend dazu bei, Altersarmut zu verhindern, so Jürgen Putzke abschließend.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Liebe Gewerkschafter,

    träumt weiter!

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