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(von links): Heike Apel (ehrenamtliche Beigeordnete Stadt Eisenach), Elvira Kis, Sandor Kis, Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Jànos Aros (Bürgermeister Sárospatak). | Bildquelle: © Stadt Eisenach

Beschreibung: (von links): Heike Apel (ehrenamtliche Beigeordnete Stadt Eisenach), Elvira Kis, Sandor Kis, Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Jànos Aros (Bürgermeister Sárospatak).
Bildquelle: © Stadt Eisenach

Ehrenmedaille der Wartburgstadt für Sandor Kis

Wichtige Stütze für die Beziehungen zwischen Eisenach und Sárospatak (Ungarn): Oberbürgermeisterin Katja Wolf verleiht Ehrenmedaille der Wartburgstadt an Sandor Kis

DIE wichtige Stütze für das Gedeihen und Vertiefen unserer städtepartnerschaftlichen Beziehungen, so lobte Eisenachs Oberbürgermeisterin am 28. Oktober den gebürtigen Ungarn Sandor Kis. Für sein außergewöhnliches Engagement und seinen großen Einsatz überreichte ihm Katja Wolf während einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses die Ehrenmedaille der Stadt Eisenach.

Der gebürtige Ungar Sandor Kis lebt seit langem in Deutschland und hat die deutsche Staatsbürgerschaft. In Eisenach ist er seit vielen Jahren Mitglied des Städtepartnerschaftsvereins. Hier engagiert er sich und unterstützt die Stadt Eisenach mit seinen Sprachkenntnissen – insbesondere bei Reisen, Treffen und Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Sárospatak in Ungarn.

Jedes Mal treffen sich Freunde, schwingt ganz viel Herzlichkeit mit, sagte Katja Wolf in ihrer Ansprache.

Zu verdanken ist das auch Sandor Kis. Denn der Austausch, die Freundschaft und die gemeinsamen Projekte beider Städte benötigen ein ganz zentrales Element: die gemeinsame Sprache. Für den Städtepartnerschaftsverein und die Stadt Eisenach war es daher ein großer Gewinn, dass sich Sandor Kis für das Thema der Städtepartnerschaft interessierte und sich als Übersetzer anbot.

Gemeinsam mit seiner Frau Elvira begleitet er seither die Begegnungen und unterstützt die gemeinsamen Aktivitäten mit seiner sprachlichen Kompetenz. Er steht für jeden Hilferuf bei der Organisation von gegenseitigen Besuchen zur Verfügung, hält per E-Mail und telefonisch den Kontakt nach Ungarn und zurück. Für Besuche hier wie dort, opfern beide – Elvira und Sandor – regelmäßig Urlaubstage. Sie verbinden eigene Reisen nach Ungarn bei Bedarf unkompliziert mit einem Besuch in Sárospatak oder passen sogar die eigenen Reisepläne an eine Delegation aus Eisenach nach Sárospatak an. Sandor Kis begibt sich sprachlich immer wieder in große Abenteuer, denn nicht selten wird er hierfür bei Exkursionen oder inhaltlichen Gesprächen extrem gefordert.

Geschichte der Automobilindustrie? Sonderausstellung auf der Wartburg? Die Vielfalt der Fachtermini und Themen mal eben ins Ungarische zu übertragen – dafür absolvieren Andere jahrelange Sprachstudien an der Universität, so die Oberbürgermeisterin.

Für Kis ist es selbstverständlich auch mal extra und unentgeltlich Urlaub zu nehmen, um zu helfen. Bei Bedarf reist er sogar mit dem eigenen Pkw an.

Foto: © Stadt Eisenach • (von links): Elvira Kis, Sandor Kis und Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Freundschaftliche Beziehungen seit 2008
Seit 2008 pflegen die Eisenacher eine Städtepartnerschaft mit Sárospatak, einer kleinen Stadt im Osten Ungarns. Sárospatak ist die Geburtsstadt der Heiligen Elisabeth, die als junge Frau auf der Wartburg gelebt und in Eisenach gewirkt hat. Sie ist später in Marburg, auch Partnerstadt, gestorben. Von Beginn an zeichnete sich die Partnerschaft mit Sárospatak durch eine besondere Emotionalität und Herzlichkeit aus. Diese erfuhr ihren Höhepunkt in dem besonderen Erlebnis der „Elisabeth-Tour“ 2010. Damals gelang es, den Wartburg-College-Chor aus Waverly zuerst mit nach Sárospatak zu nehmen, dort in Gastfamilien unterzubringen und gemeinsam über Eisenach nach Marburg zu reisen. In allen drei Städten fanden Konzerte statt, viel mehr noch aber wunderbare Begegnungen, die die Beteiligten bis heute in ihren Herzen tragen.

Katja Wolf zitierte Goethe, von dem der Rat stammt:

Das sicherste Mittel, ein freundschaftliches Verhältnis zu hegen und zu erhalten, finde ich darin, dass man sich wechselweise mitteile, was man tut. Denn die Menschen treffen viel mehr zusammen in dem, was sie tun, als in dem, was sie denken.

Und so treffen sich auch Eisenach und Sárospatak stetig in dem, was sie ohnehin sehr gern tun. Dazu gehören Begegnungen beim Sommergewinn in Eisenach, beim Zemplin- und Weinfestival in Sárospatak. Eisenacher singen in Ungarn, die Tanzgruppe aus Sárospatak ist in Eisenach zu Gast und es gibt seit einiger Zeit den ungarischen Stand auf dem Eisenacher Weihnachtsmarkt. Gerade erst, im Sommer dieses Jahres, wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen dem Abbe-Gymnasium und dem Gymnasium in Sárospatak geschlossen und bereits mit Leben erfüllt. Schon im September fand der erste Besuch einer Schülergruppe in Eisenach statt, ein Besuch in Ungarn ist für das kommende Jahr geplant. Auch diese Verbindung zwischen den beiden Schulen ist dem Engagement Sandor Kis mit zu verdanken.

An der Feierstunde, die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ musikalisch begleiteten, nahmen auch Gäste aus Sárospatak teil.

Foto: © Stadt Eisenach

Ehrenmedaille der Stadt Eisenach:
Für die Verleihung der Ehrenmedaille ist ein Beschluss des Stadtrates notwendig. So ist es in der Richtlinie für Ehrungen der Stadt Eisenach geregelt. Oberbürgermeisterin Katja Wolf schlug die Verleihung der Ehrenmedaille an Sandor Kis vor. Der dazugehörige Stadtratsbeschluss erfolgte am 20. Juni 2017.

Andrea T. | | Quelle:

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