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 | Bildquelle: Thomas Levknecht

Beschreibung:
Bildquelle: Thomas Levknecht

Ehrung der März-Gefallenen in Eisenach

Zur Ehrung der März-Gefallenen laden die SPD Eisenach, die Partei «Die Linke» und der DGB am Dienstag, 18.März 2014 um 17.30 Uhr an das Ehrenmal in der Frankfurter Straße in Eisenach ein. Abordnungen werden Blumen niederlegen, Worte des Gedenkens und der Mahnung sprechen. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Im Vorfeld erklärte Thomas Levknecht, der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Eisenach:

Die Opfer dieses Tages vor über 90 Jahren waren Zivilisten.
Unbewaffnete Bewohner der Eisenacher Weststadt.
Wohnhaft in der Frankfurter Straße, Katharinenstraße und vom Wolfgang.
Selbst böswillige Untersuchungen konnten den toten Eisenachern keine politischen Zugehörigkeiten nachweisen.

Was war geschehen an jenen Tagen?
Kaiserliches Militär, Monarchisten, Nationalisten und die Vertreter des deutschen Großkapitals, also die Eltern des Kaiserreiches, das Europa in den Abgrund des ersten Weltkrieges gestürzt hatte, wollten die junge deutsche Republik nach wenigen Monaten wieder mit Gewalt beseitigen.
Das Volk und nicht die Arbeiterschaft rief den Generalstreik aus.
Rief auf zum zivilen Ungehorsam gegen die Brutalität von Kriegswaffen und für den Erhalt der Republik und der ersten deutschen Demokratie.

So stellte sich auch hier, an dieser Kreuzung, eine unbewaffnete Volksmenge der bewaffneten Eskorte aus Polizei und Militär in den Weg. Mit Handgranaten und Gewehrschüssen bahnte sich dieser Trupp den Weg durch die Eisenacher Bevölkerung.
Man fühlte sich bedroht vom unbewaffneten Volk!
Man tat nur seine Pflicht, obwohl sie durch Eid und durch keine Regierung dazu ermächtigt waren, nur durch das selbstherrliche Monopol ihrer Waffengewalt.

Dass diese Täter für ihre Morde nie vor Gericht standen, wirft ein Bild auf den labilen politischen Zustand dieser ersten deutschen Republik.

Uns sollten diese fünf toten Eisenacher Bürger mahnen,
dass man allein mit Mitteln des Militärs und des Krieges keine innenpolitischen Probleme, keine gesellschaftlichen Probleme lösen kann. Nicht im damaligen Deutschland und auch heute nirgendwo auf der Welt.

Rainer Beichler | | Quelle:

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