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 | Bildquelle: May-Gruppe

Beschreibung:
Bildquelle: May-Gruppe

Einblick in aktuelle Planungen zum Bauprojekt „Tor zur Stadt“

Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Michael May, geschäftsführender Gesellschafter der May-Gruppe aus Itzehoe, gaben am Dienstag, 15. September 2015, nicht nur aktuelle Einblicke in den Planungsstand des Bauprojektes „Tor zur Stadt“, sondern verkündeten auch, dass ein Grundstückskaufvertrag für ein bisheriges Grundstück der Kommunalen Personennahverkehrsgesellschaft Eisenach mbH geschlossen wurde. Dieser Grundstückkaufvertrag gilt unter Vorbehalt eines Stadtratsbeschlusses. Auf der Fläche soll mit Hotel und Mehrzweckhalle ein Teil des Bauprojekts „Tor zur Stadt“ errichtet werden.

Die Planungen der May-Gruppe basieren auf den Vorarbeiten der Planerwerkstatt und auf dem Vorentwurf des Architekten Matthias Beyer-Schubert aus Eisenach. Investor Michael May erklärte, dass die Anpassungen nach der Maxime „die Form folgt der Funktion“ wurden vorgenommen: Handelsflächen, Mehrzweckhalle und Hotel werden durch eine verlängerte Arkade verbunden, sodass Einkaufskunden, Besucher der Mehrzweckhalle und Gäste des Hotels trockenen Fußes zwischen den Gebäuden laufen können. Die Gebäude Mehrzweckhalle und Hotel rücken zusammen.

Alle Handelsflächen werden auf Wunsch der Mieter im Erdgeschoss angeordnet. Darüber befinden sich auf drei Parkdecks verteilt insgesamt rund 500 PKW-Stellplätze. Neben einem SB-Warenhaus werden sich voraussichtlich vier weitere Mieter aus den Bereichen Drogerie, Textil und Schuhe ansiedeln. Die Verkaufsfläche beträgt weiterhin maximal 8000 Quadratmeter. Alle Handelsflächen werden von der  Bahnhofstraße mit separaten Eingängen erschlossen. Der Eingang des SB-Warenhauses sowie der Hauptzugang zu den Parkdecks liegen gegenüber der Müllerstraße.

Über eine Fußgängerampel erreichen die Passanten aus Richtung Busbahnhof in der Müllerstraße kommend problemlos den Haupteingang des Centers. Autofahrer gelangen durch eine Stichstraße von der Bahnhofstraße sowie über die Waldhausstraße zum Center. Die Waldhausstraße wird neu ausgebaut und über einen Kreisverkehr an die Bahnhofstraße angebunden. In Höhe der Bahnhofstraße 38 wird dafür ein in Händen der Stadt Eisenach befindliches Haus weichen. Besucher der Mehrzweckhalle und Hotelgäste werden über die Waldhausstraße anreisen. Kunden- und Lieferverkehre werden entflechtet. Lieferfahrzeuge steuern die Westseite der Handelsfläche an.

Der Bebauungsplan wird beginnend Ende September 2015 aktualisiert, sodass sich im November 2015 der Stadtrat mit dem Bebauungsplan befassen kann. Parallel dazu erarbeitet der Investor einen Bauantrag, der bis Ende des Jahres eingereicht werden soll. Gibt der Stadtrat grünes Licht, werden Baugenehmigungen erteilt und dürfen abschließende Sanierungsarbeiten am Grundstück vorgenommen werden, kann im Frühjahr 2016 der Bau beginnen. Eröffnung der Handelsflächen, des Hotels und der Mehrzweckhalle ist Mitte 2017 möglich. Das Investitionsvolumen beträgt momentan 28 Millionen Euro. Mit dem „Tor zur Stadt“ werden rund 120 neue Arbeitsplätze dauerhaft am Standort Eisenach geschaffen.

Wir sind froh und glücklich, dass wir diesen Stand heute erreicht haben,

erklärt Oberbürgermeisterin Katja Wolf und betont, dass der aktuelle Planungsstand die Ausgangslage für die Weiterarbeit am Projekt ist.

Hintergrund zum „Tor zur Stadt“:
Der Eisenacher Stadtrat hat sich im April 2015 mit großer Mehrheit für das Investitionskonzept der May-Gruppe für das „Tor zur Stadt“ entschieden. Die May-Gruppe aus Schleswig-Holstein plant ein Hotel, eine Mehrzweckhalle mit Tagungsmöglichkeiten sowie Verkaufsflächen und Parkplätze. Die Verkaufsflächen sind nicht als so genannte Shopping-Mall angelegt.  Es soll voneinander getrennte Geschäfte geben, die alle von der Bahnhofstraße aus zugänglich sind. In die Planungen zum „Tor zur Stadt“ wurden die Eisenacher Bürger über eine Planungswerkstatt unter der Leitung des Architekten Matthias Beyer-Schubert mit einbezogen. Das vom Stadtrat genehmigte Investitionskonzept der May-Gruppe orientiert sich an den Ergebnissen der Planerwerkstatt. Bereits vor 20 Jahren wurde begonnen, die Brachfläche am Bahnhof zu entwickeln. Auf dem Areal stand früher eine Lackfabrik. Bisher wurde jedoch nur belastetes Erdreich größtenteils entsorgt. Für das Projekt „Tor zur Stadt“ gab es in den vergangenen Jahren schon einige Interessenten.  Mit der May-Gruppe, die seit gut einem halben Jahr als Investor das Projekt begleitet, wurde das Projekt erneut beschleunigt. Das „Tor zur Stadt“ soll 2017 eröffnet werden.

May-Gruppe

Foto: May-Gruppe

Stadtverwaltung

Foto: Stadtverwaltung

Das Foto zeigt Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Investor Michael May beim besprechen der Pläne des Bauprojekts „Tor zur Stadt“.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Nachdenker

    Zwar erscheinen die neuerlichen Veränderungen aus unternehmerischer Sicht zweckmäßig, nähern sich aber leider extrem den von den Bürgern ehemals abgelehnten Plänen der Bebauung. Die von den Bürgern gewünschte Aufteilung in einzelne Baukörper ist aktuell fast gänzlich verschwunden. Geblieben sind 2 große Baukörper! Schade, man hat mehr erwartet und es zeigt sich für mich wieder einmal in dieser Stadt: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

  • mormo

    Ein Hotel gegenüber eines Hotels, und das direkt neben einem Hotel. Schön. Irgendwie liebe ich die moderne Städteplanung.

  • Grummel

    Die Hässlichkeit dieses Betonklotzes wurde ja bereits ausreichend diskutiert. Gar nicht witzig ist das Werben mit 120 neuen Arbeitsplätzen. Da Eisenachs vorhandene Kultureinrichtungen, Parkhäuser, Einkaufszentren, Drogerien, Textil- und Schuhgeschäfte dermaßen „überlaufen“ sind, sollte ehrlicherweise von 120 substituierten Arbeitsplätzen gesprochen werden. Von einer linken OB hätte ich mehr Ehrlichkeit erwartet.

    • Christian

      Die Hässlichkeit dieses Baus lässt sich gar nicht ausreichend erwähnen! Vielleicht ist das aber von der sozialistischen Obrigkeit so gewünscht?

  • Gisela Rexrodt

    Es ist, aufgehübscht, das Becker-Projekt, sehr richtig. Es ist eine Mall, ein EKZ gegen das alle waren, vor allem der GVE. Das KVG-Grundstück zu verkaufen (vorbehaltlich des Stadtratsbeschlusses) ist schon starker Tobak. Im Optionskaufvertrag, gegen den dereinst heftig Die Linke protestierte, steht mehr, als hier gesagt wird. Und was, wenn der Stadtrat nicht zustimmt, oder der neue ZOB bis zum Termin der Bebauung nicht fertig ist? Und dass der Stadtrat, wie in der TA von heute Frau Wolf zitiert wird, beschlossen hätte, ein Einkaufszentrum zu bauen, ist doch ebenfalls gewagt. Der Stadtrat hat genau das Gegenteil beschlossen – kein EKZ. Die Beschlüsse können alle nachgelesen werden. Den steuerzahlenden Gewerbetreibenden, die nicht in die Mall kommen, viel Glück und Eisenach auch.

  • Felix Berg

    Das ist so der 60er Jahre Stil, etwas mehr Anpassung an den Bahnhof und den Gebäuden ringsherum hätte der Stadt gut getan. !20 Arbeitsplätze, naja, Praktikanten oder Billiglöhner, mehr wird das nicht, außer den Stellen mit Händedruck. Eisenach eben. Allerdings gehört mehr als eine Frau Wolf dazu um diesem Misst zu planen und verwirklichen. Kann es nicht sein das in Eisenach von jeher ein schräger Geschmack vorherrscht und Kungelei das Nachwendeprinzip schlecht hin ist ? Gedanken eben *g

  • Hans Klemm

    Nach einer wahrgenommenen etwas längeren Pause überraschte natürlich auch mich, dass das
    Fernsehen und die Presse erneut vom …zigsten Weckruf des schon seit ca. zwanzig Jahre schwelenden und generationsübergreifenden „Langzeit-Staffellaufes“ aus dem Innern des fast uneinnehmbaren
    stabilen Bauzaunes des Projektes „Tor zur Stadt“, inmitten des Zentrums unserer Stadt Eisenach, berichten!

    Nun wird es scheinbar ernst, dass die beiden längst liebgewordenen „Becker-Löcher“ mit ihren selten so schönen und hochrankenden Pflanzen unserer Natur dem zukünftigen Bau-Ensemble, bestehend aus Hotel, verschiedenen Parkdecks und Handelsflächen, einer Mehrzweckhalle usw. des nächsten
    Bauherren, der May-Gruppe, demnächst im Frühjahr 2016, weichen müssen. Nach Einschätzung der OB, Frau Wolf, werden die in unserer Stadt bisher stark vermissten Textil-, Schuh- und Drogerie-Erzeugnisse für Einwohner und Gäste ein gern besuchter Treffpunkt im neuen SB – Warenhaus werden, ehe die touristischen Sehenswürdigkeiten an die Reihe kommen….

    Die Planungswerkstatt mit einheimischen Ingenieuren wird die May-Gruppe aus Schleswig-Holstein
    dabei natürlich fleißig unterstützen. Wo aber sind die Stimmen des Eisenacher Gewerbevereines? Dort scheint ein Umdenken passiert zu sein, weil dieser mit den Planungen der vorherigen Investoren noch
    vor zwei Jahren völlig unzufrieden war und aus dessen Sicht das Bauvorhaben statt eine Zentralisierung der Handelsflächen eher als eine Verlagerung bezeichnet wurde. Der Verein mahnte damals dringend
    die zu entscheidenden Eisenacher Stadträte, ein mögliches Maximum für die städtebauliche Planung unserer viel besuchten Touristenhochburg Thüringens zu erreichen.

    Wenn man sich allerdings die ersten Kommentare der verschiedenen Bürger durchliest, erscheint
    das gemeinsame Ziel, endlich diesen jahrelang verwaisten Platz wieder ein mehrheitlich gewolltes Leben einzuhauchen, auf etwas wackeligen Füßen zu stehen!

    • Christian

      Vielleicht ist genau dass das Problem, das „mehrheitlich gewollte Leben“. Klar erscheint es dem gemeinen Otto Normalbürger erst mal als nette Idee und tolle Möglichkeit schön shoppen zu gehen – endlich, war ja kaum auszuhalten die derzeitige Situation! Blickt man mal etwas weiter (was Investoren als Grundlage ihrer Investition immer tun), so sieht die Thematik ganz anders aus. Damit sich dieser Klotz rechnet, muss immens viel Kaufkraft abgezogen werden. Die Nähe zur Innenstadt ist somit ein positiver Faktor aus Investorensicht. Gutachten bestätigen auch diese Begebenheit, und benennt detailliert aus welchen Branchen der Innenstadt Kaufkraft entzogen wird. Das SB Warenhaus deckt den Rest der Produktpalette ab.

      Das Ganze findet statt, in einer Stadt, in deren Innenstadt die in B und C Lagen schon oft leer stehen. In einer Stadt, die immenses Potenzial in ihren schönen alten Einkaufsstraßen hat. Allein eine schön belebte Innenstadt zieht schon Touristen an, nämlich genau die, die sonst nur Einkaufszentren kennen. Eine Unterversorgung gibt es nicht, würde es mehr Kaufkraft oder Notwendigkeit geben, würden sich mehr Einzelhändler in der Innenstadt ansiedeln, das reguliert sich in unserer Marktwirtschaft von alleine.

      Wie auch immer, es wird eine Belastung der Innenstadt geben, wie stark kann keiner wissen. Vielleicht hängen die Eisenacher Bürger ja auch an Ihrer Innenstadt und das EKZ rechnet sich dann bald nicht mehr. Dann haben wir statt „schöne hochragende Pflanzen unserer Natur“ schöne hochragende unbelebte Betonklötze.

      Das schlimme ist, diese Dinge sind bekannt, es ist aber auch bekannt, das der gemeine Bürger eigentlich dumm ist und man viel Geld mit Innenstadtnahen Einkaufszentren verdienen kann (also der Investor, nicht Sie…).

      Dass dieser Klotz hässlich ist, spielt in der Diskussion nur eine untergeordnete Rolle. Vielleicht wollte man den ostdeutschen Konsumenten an seine sozialistische Vergangenheit erinnern und Nostalgie als Verkaufsförderer nutzen, vielleicht klappt das aber auch nicht und man bekommt damit weniger Besucher in den hässlichen Klotz- wäre nach meiner Auffassung: wünschenswert!

  • Grummel

    Mal logisch gesehen:
    Wir leben in einer Demokratie.
    Ich gehe einmal davon aus, dass die Mehrheit der wahlberechtigten Eisenacher diesen Klotz ablehnt.
    Daraus folgt, dass der Stadtrat dieses Vorhaben mehrheitlich ablehnen wird.
    Umkehrschluß:
    Sollte der Stadtrat dem Ansinnen des Investors mehrheitlich zustimmen, wäre er entweder korrupt oder stimmte aus anderen Gründen vorsätzlich gegen den Wählerwillen.
    Frage, die sich mir stellt:
    Wie kann in unserer „Demokratie“ der Wille der wahlberechtigten Mehrheit realisiert werden?
    Wie wäre es, wenn die Presse (TA, TLZ) jeden einzelnen Abgeordneten zu dieser Frage interviewt und die Antworten veröffentlicht? Dann wissen wir für die kommende Wahl, wer wählbar ist.

    • Nachdenker

      Ich stimme Ihnen zu 100% zu!

    • Gisela Rexrodt

      Die Presse fragt und veröffentlicht die Meinungen aller – hier im Besonderen die TLZ? Daran glauben Sie nicht wirklich?

  • Gisela Rexrodt

    Im April beschloss der Stadtrat auf Empfehlung der OB, sich den Plänen der Investorengruppe anzuschließen. Das waren die Pläne aus der Planerwerkstatt! Der Vositzende des Gewerbevereins und Mitglied des Stadtrates, Herr West, sprach von einem gelungenen Projekt, das die Gewerbetreibenden der Stadt nicht beeinträchtigen wird. Nun sehen wir eine Planung, die in keiner Weise mehr dem Beschluss entspricht, was eigentlich bedeuten müsste, dass dieser neu gefasst werden muss. Allein der GVE sollte darauf drängen, es sei denn, sie finden es immer noch toll. Und, Beschluss B-Plan parallel zu Beugenehmigung, das ist schon gewagt, wenn nicht gar unverantwortlich, da es noch nicht mal einen städtebaulichen Vertrag und auch keinen Erschließungsvertrag gibt, was aber mal ganz wichitg ist, wenn die Stadt nicht die gesamte Erschließung bezahlen will.

    • Nachdenker

      Ich stimme Ihnen zu 100% zu!

  • Nachdenker

    Wo bleibt die Wortmeldung vom GVE?

  • Gisela Rexrodt

    Etwas sehr Wichtiges, was ich vergaß zu erwähnen: 500 Stellplätze, die erste Stunde ist gebührenfrei, so steht es geschrieben. Na, wenn das nicht ganz und gar freundlich (ohne Hintergedanken) ist?! In dieser gebührenfreien Stunde kann der Bürger alles im EKZ trockenen Fußes erledigen. Er braucht weder in die Parkhäuser der Stadt, noch nassen Fußes in die Innenstadt. Ergebnis: Weniger Gewerbesteuereinnahmen und noch mehr Ausfall bei den Einnahmen der Parkgebühren. Das nenne ich Nachhaltigkeit bei der Haushaltskonsolidierung. Da muss kompensiert werden durch Erhöhung Hundesteuer, Grundsteuer, Schulessen, Hortgebühren, .. und das sieht sicher auch jeder ein.

    • Christian

      Oh ja, noch ein sehr wichtiger Punkt den Sie da ansprechen! Danke!

  • Felix Berg

    Bleibt die Frage ob die Wartburg dann noch Weltkulturerbe bleibt, ich erinnere da an die Brücke in Dresden, in Eisenach dürfte das auf Grund dieser geplanten Hässlichkeit bald analog werden.

  • Christian

    Sinnvoll wäre es auch, diesen b… Begriff „Tor zur Stadt“ nicht mehr zu verwenden. Der suggeriert im Grunde erst einmal etwas positives und beeinflusst somit schon vorab. Besser als „Tor zur Stadt“ wäre „Tod der Stadt“ oder „Stadt-zu-Tor“.

  • Beobachter

    Was ist daran nun besser als die alten Entwürfe, die alle zerredet wurden?
    Und der Verkehr der Bundesstraße geht als nach wie vor durch die Bahnhofstraße, eine fußgängerfreundliche Zone ist als nicht zu erwarten!

  • Rainer Unfug

    Ich finde, der Entwurf passt gut zur Stadt Eisenach: Zum Roten Rathaus mit roter Oberbürgermeisterin gesellt sich ein Hotel in 1970er Jahre DDR-Plattenbauoptik und wird ergänzt vom Palast der Republik zur Rechten ;-)

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