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Eisenach gedenkt Pogrom an jüdischen Einwohnern 1938

Am 9. November 1938, vor 77 Jahren, gab es auch in Eisenach ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung. Daran erinnern seit Jahren zahlreiche Vertreter von Vereinen, Verbänden und Institutionen am 9. November.

In diesem Jahr lädt die Stadt Eisenach erneut gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen, der katholischen Kirchgemeinde St. Elisabeth, der Staatlichen Regelschule – Goetheschule, dem Eisenacher Bündnis gegen Rechtsextremismus, dem Eisenacher Kunstverein und dem Künstler Andreas Kellner an diesem Tag alle Eisenacher Einwohner zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Den Auftakt bildet am Montag, 9. November, ab 17 Uhr ein gemeinsames Gedenken an der Synagogen-Gedenkstätte. Die Eisenacher Synagoge wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 völlig zerstört. Nachdem Mitglieder der Hitlerjugend und der SA (Sturmabteilung) die Einrichtung zerschlagen hatten, zündeten die Nationalsozialisten gegen 22.30 Uhr das Gotteshaus an.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema Vertreibung. Mit einer Lesung der Namen der aus Eisenach vertriebenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger werden Mitglieder des Eisenacher Kunstvereins an die Schicksale dieser Menschen erinnern. Schülerinnen und Schüler der Goetheschule gestalten zu dem eine szenische Lesung. Das Gedenken wird musikalisch umrahmt. Nach einem Gebet der Katholischen Kirchgemeinde werden Blumen niedergelegt.

Gegen 17.45 Uhr beginnt der Gedenkmarsch zum Bahnhof – entlang der Strecke, die hunderte jüdische Einwohner Eisenachs im Mai 1942 auf dem Weg zu ihrer Deportation gehen mussten. Der Weg führt von der Synagogen-Gedenkstätte über die Goethestraße, die Schillerstraße und die Gabelsbergerstraße bis zum Bahnhof. Dort wird mit einem Gebet der Evangelischen Kirchgemeinde der Opfer des Pogroms und der Deportation gedacht. Zum stillen Gedenken können im Eisenacher Hauptbahnhof Kerzen aufgestellt werden. Andreas Kellner hat dazu eine musikalische Begleitung vorbereitet. Mit abschließenden Gedenkworten von Oberbürgermeisterin Katja Wolf wird die Veranstaltung gegen 18.30 Uhr zu Ende gehen.

Andrea T. | | Quelle:

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