Eisenach Online

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Eisenach mit besten Entwicklungschancen in Thüringen

Der Stadt Eisenach werden die „besten Entwicklungschancen aller Thüringer kreisfreien Städte und Landkreise“ bescheinigt, so das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). In seinem Regionalranking 2016 wurde die sozio-ökonomische Lage und die wirtschaftliche Entwicklung in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Dabei rangiert die Stadt Eisenach auf Platz 100.

Das Ranking bestätigt die spürbare Aufbruchstimmung in unserer Wartburgstadt. Eisenach ist eine lebenswerte und liebenswerte Stadt, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Offenbar wirkt sich unsere kontinuierliche Arbeit immer deutlicher auf die Entwicklung der Stadt aus. Zugleich spornt uns das Ergebnis an, Eisenach weiter voran zu bringen.

Wichtig ist es dabei, die Rahmenbedingungen des Industriestandortes Eisenach auch für die Zukunft so attraktiv wie möglich zu gestalten und damit nachhaltige Investitionsentscheidungen zu fördern.

Um überhaupt vergleichen zu können, untersuchte und bewertete das IW Köln drei Kriterien: die Wirtschaftsstruktur, den Arbeitsmarkt und die Lebensqualität. In diesen drei Bereichen wurden Indikatoren wie die Steuerkraft der Gemeinden, der Anteil der hochqualifiziert Beschäftigten, die Beschäftigungsrate von Frauen, Straftaten, private Überschuldung, Ärztedichte, Baugenehmigungen und Arbeitsplatzwanderungen mit einbezogen und gewichtet. Dabei unterscheiden die Autoren der Studie zwischen einem Ranking über das bestehende Niveau einer Region und einer Dynamikrangfolge, die einen Blick auf die Entwicklungschancen einer Region ermöglicht.

Im bundesweiten Ranking unter 402 Städten und Landkreisen platzieren sich beim Ranking „Niveau einer Region“ die Städte Suhl (117. Platz) und Jena (154. Platz) als beste Thüringer Orte. Eisenach rangiert hier auf Platz 277. Beim Ranking „Entwicklungschancen“ folgen Eisenach (100. Platz, 1. Platz in Thüringen) die Städte Suhl (121.) und Weimar (195.)

Weitere Informationen: www.iwkoeln.de

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Entwicklungchancen sind noch keine Entwicklungen. Maßgebliche richtungweisende Entwicklungen sind mit der gegenwärtigen politischen Stadtführung nicht zu erwarten.

    Auch von diesem chaotischen Stadtrat ist nichts Herausragendes zu erwarten. Vielleicht richtet es irgenwann einmal ein Nichteisenacher! Aus sich heraus scheint Eisenach reformunfähig.

    Mit seine Potential könnte Eisenach längst weitaus besser dastehen. In den letzten 27 Jahren wurden eine Unzahl von Chancen verpasst!

  • commentatore

    Ich mag’s ja auch, wenn man positiv denkt, keine Frage. Gleichzeitig muss man bei Statistiken immer genau hinsehen. Wenn Thüringen etwa das Problem hat, dass es in der Breite praktisch keine großen Industriebetriebe hat, dann hebt sich eine (kleine) Region, in der sich ein Autobauer befindet, natürlich in einer Statistik, die sehr auf die Kennzahlen fokussiert, die industrietypisch sind, von allen anderen Regionen ab, die keine Industrie haben (hochqualifiziert Beschäftigte, Einpendler). Und die Beschäftigungsrate von Frauen etwa muss man schon auch im Zusammenhang mit dem allgemeinen Lohnniveau betrachten. Könnte nämlich auch nur bedeuten, dass die Ehemänner so schlecht verdienen, dass auch die Frauen ran müssen, damit’s am Monatsende reicht. Das Lohnniveau in Thüringen ist ja bekanntermaßen im Deutschlandvergleich nicht gerade auf den ersten Plätzen. Also Vorsicht, Interpretationen sind schwierig. – So, und zum Schluss noch was lustiges (ne Art Majestätsbeleidigung): Das Ranking bestätigt die spürbare Aufbruchstimmung in unserer
    Wartburgstadt. Eisenach ist eine lebenswerte und liebenswerte Stadt. Offenbar wirkt sich die kontinuierliche Arbeit unserer heimischen Vogelkundler immer deutlicher auf die Entwicklung der Stadt aus :o

    Mit Sicherheit darf so eine positive Zahl dazu anspornen, Eisenach weiter voranzubringen.

  • Stadtbewohner

    Zugegebenermaßen profitiert die Stadt zurzeit davon, dass eine Linke OB auf eine linke Landesregierung trifft. Nun müssen aber auch die richtigen Weichen gestellt werden, damit die Stadt die ihr prognostizierte großartige Zukunft auch hat.

    • Christian

      Was für eine prognostizierte großartige Zukunft? „Beste Chancen“ heißt noch nicht, dass man diese auch nutzt. Im Falle von Eisenach würde ich eher davon ausgehen, dass man nicht mal genau weiß, wo das Wirtschaftsinstitut diese Chancen gesehen hat ;-)
      Alles in Allem bietet sich aber kein Grund zur Freude, denn es ist eigentlich ein trauriges Ergebnis für Thüringen und die neuen Bundesländer.

  • commentatore

    Eisenach landet hinischtlich seines aktuellen Niveaus in der Kategorie „Wirtschaftsstruktur“ auf Platz 397 von insgesamt 402. Der hinterste Platz ist der schlechteste. Holla.

    Die Entwicklung der in diesem Ranking aufgezeigten Bereiche soll angeblich von regionalen Entscheidern beeinflussbar sein. Ich nehme an, dass die „regionalen Entscheider“ einen genaueren Blick in die Einzelauswertungen werfen werden. Schnell die richtigen Schalter umlegen und anschließend zur Region München aufrücken, Kinderspiel.

    Der größte Brocken scheint ja im Bereich „Wirtschaftsstruktur“ zu liegen. Größtes Gewicht hat dort die „gemeindliche Steuerkraft“. Hm, da brauchen die „regionalen Entscheider“ wohl Hilfe von den überregionalen Entscheidern, viel Umsatz und trotzdem wenig Steuern zahlen, nicht gut, nächstes Thema. Hohe Gewerbesteuersätze sind schlecht. So eine Aussage ist gefährlich. Impliziert sie doch, dass man einfach die Gewerbesteuer senken muss und dann alles gut wird. Die Zusammenhänge könnten aber auch komplexer sein. Regionen, die eh schon gute Bedingungen für Gewerbeansiedlungen bieten, ziehen viel Gewerbe an und können sich dann in Folge auch niedrigere Hebesätze leisten. Das heißt auch, wer nur den Hebesatz senkt, aber gleichzeitig nicht attraktiv genug für Gewerbeansiedlungen ist, der wird sich wundern, warum sich nichts tut. Richtiger, als allein den Eisenacher Gewerbesteuersatz zu senken wäre also, sich zu fragen, warum alle Unternehmen nach Krauthausen ziehen. Anschließend könnte man versuchen, ähnlich attraktive Bedingungen zu schaffen. Und dann die Steuern senken. Nicht umgekehrt. (Krauthausen macht es den Unternehmern nicht unnötig kompliziert und bürokratisch, Eisenach ist für seine bürokratische Starrsinnigkeit als Unternehmensschreck verrufen. Krauthausen hat attraktive, ausreichend große Flächen mit direktem Autobahnanschluss und Glasfaserinternet, nach Eisenach muss man sich erst durch unzählige Staus quälen und sich seinen schnellen Internetanschluss selbst verlegen, selbst wer sich trotzdem ansiedeln will, stößt schnell auf Ablehnung, „so was wollen wir hier nicht, wir haben andere Pläne“).

    Das gute Abschneiden im Bereich „Arbeitsmarkt“ (Platz 89 von 402, sehr gut!) erklärt sich durch die hohe Frauenbeschäftigungsquote und die recht niedirige Arbeitslosigkeit. Zu denken geben sollte aber, dass die Steuerkraft, zu der auch die Einkommensteuerkraft gehört, trotz hoher Beschäftigung schlecht ist. Das liegt am allgemein niedrigen Lohnniveau. Lässt sich auch nicht so schnell verändern, muss vielleicht erst wachsen. Bis dahin sollte das eigentlich ein Argument für Unternehmen sein, das niedrige Lohnniveau auszunutzen und sich hier anzusiedeln.

    Für detailliertere Erkenntnisse muss man sich das ausführliche Exemplar beim IW bestellen.

  • commentatore

    Zitat aus dem IW-Bericht: „Flüchtlinge bieten wirtschaftlich erfolgreichen Regionen Chancen. Unternehmen
    in wirtschaftlich erfolgreichen Regionen sehen sich bereits
    Fachkräfteengpässen ausgesetzt. Dabei werden nicht nur hochqualifizierte
    Akademiker, sondern auch Menschen mit beruflicher Bildung gesucht, die
    nicht sofort fließend Deutsch sprechen können, zum Beispiel LKW-Fahrer
    oder Bäcker (Bußmann, 2015). Gleichzeitig sind die erfolgreichen
    Regionen eher in der finanziellen Lage, die notwendigen
    Integrationsmaßnahmen zu schultern“

    Also: Sich über Flüchtlinge und Migranten freuen, diese möglichst gut in den Arbeitsmarkt integrieren und davon dann profitieren (auch über eine Gesundung der Bevölkerungspyramide, die das krankende Rentensystem gefährdet).

    „Innovationen und Netzwerke führen zum Erfolg“.

    Und was macht die Region eigentlich, wenn Opel mal abwandern sollte? Ist sie dann genügend breit aufgestellt in ihrer Struktur, um das zu verkraften („Resilienz“)?

    • Christian

      Ich weiß, es passt nicht direkt zu Thema, aber das Zitat aus dem IW-Bericht gibt schon zu denken. Er ist schon schlimm, der Hunger der Wirtschaft nach billiger, schnell verfügbarer Arbeitskraft. Da werden immens teure Fernsehwerbungen hoch und runter gespielt und überall Reklame gemacht. Teure Studien in Auftrag gegeben und die Lobbyisten aktiviert.
      Die Arbeitslosen und Niedrigverdiener in diesem Land fühlen sich zurecht verarscht von den Entscheidungsträgern. Perspektiven auf Verbesserung fallen einfach weg, Bemühungen waren umsonst. Wie man aktuell sieht, gibt es ja immense Gelder (von uns allen erwirtschaftet), die bisher eben nicht in die Bevölkerung und die soziale Entwicklung gesteckt wurden.
      Jahrelang wurden Azubis abgelehnt, wenn die Qualifikation nicht detailliert passte. Jetzt stellen diese Firmen Leute ein, die „nicht sofort fließend Deutsch sprechen“. Was soll das? Ist der Mensch nur noch Ware in Form von Arbeitsstunden? Gibt es bald als Handelsware Mannstunden, deutschsprachig und nicht deutschsprachig? Abartig!

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