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Eisenach, wach auf! Du hast ein Nazi-Problem!!!

Die Stadt Eisenach und das Reformationsjubiläum sind gegenwärtig bundesweit in den Medien. Man kann sogar sagen: Die ganze Welt schaut auf Eisenach und den Reformator Martin Luther.

Man erwartet nun gerade in diesem Jahr einen großen Ansturm von internationalen Gästen und tut alles dafür, damit sich diese in der Wartburgstadt wohl und willkommen fühlen. Auf den ersten Blick sollte diesem Ziel nichts im Wege stehen. Doch schaut man etwas genauer hin, wird eines schnell deutlich: Eisenach hat ein Nazi-Problem!

Neben diversen völkisch-nationalistischen Aufklebern findet man im Stadtbild eine Vielzahl von Schmierereien und Graffitis wie z.B. „Nazi Kiez“ an Häuserwänden. Außerdem befindet sich in Eisenach die Landesgeschäftsstelle der NPD, die immer wieder als Ort für Treffen und Veranstaltungen der rechtsextremen Szene dient.

Darüber hinaus begeht der extrem rechte Akademikerbund „Deutsche Burschenschaft“ (DB) jährlich in der Wartburgstadt den Burschentag. In diesem Jahr trifft man sich sogar zweimal in Eisenach. Inzwischen ist sogar ein eigenes Sekretariat der DB in Eisenach eingerichtet worden.

All das in einer „weltoffenen“ Stadt wie Eisenach?

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach ruft alle Menschen in und um Eisenach auf, nicht länger wegzuschauen und sich an der Demonstration unter dem Motto „Eisenach, wach auf! Du hast ein Nazi-Problem!!!“ zu beteiligen. Diese beginnt am 28.04.2017 um 18 Uhr in der Kasseler Straße, Ecke Bleichrasen und führt durch die Innenstadt.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Die Politiker und die Bürger fehlt es am Gemeinwillen verursacht durch eine Polarisierungspolitik. Ein Vierteljahrhundert hat die Politik Randgruppen erzeugt die legal schöngerechnet irgendwo in der Gutstatistik verschwinden. Aber das ist nicht nur in Eisenach so. Für das Ziel alle Bürger gleichermaßen an gesellschaftlichen Entwicklungen – Erfolgen teilhaben zu lassen stand die CDU nicht und die SPD schon gar nicht. Viele Amtsträger und Politiker haben es verpasst zu merken das Gesellschaftlicher Frieden nie von nichts kommt. Das Bündnis gegen rechts muss also an die Ursachen rann und da sind Politiker gefragt welche per Gesetzgebung steuern wohin sich eine Gesellschaft entwickelt.

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