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Eisenacher nach Übungsteilnahme in Tschechien wieder zu Hause

Die EU-Übung «ALBIS 2008» ist für die Eisenacher THW-Helfer Rene Vollrath, Christian Narbe, Andreas Knittel, Christian Temmler, Rainer Beichler, Christian Wagner und Sören Lämmerhirt mit der Ankunft am Sonntagnacht im Eisenacher THW-Ortsverband beendet.
Vier anstrengende Tage lagen hinter den Helfern. Die Eisenacher Fachgruppe Elektroversorgung rückte am Donnerstag gegen 3 Uhr Richtung Tschechien ab. In Pirna wurde ein Marschverband mit 30 Fahrzeugen zusammengestellt und zum Einsatzort Litomerice geführt. Auf tschechischem Gebiet wurde der Verband von der Polizei begleitet.
Die Eisenacher waren für die gesamte Elektroversorgung des Bereitstellungsraumes, des Camps, verantwortlich. 150 Helferinnen und Helfer aus 16 Ortsverbänden des THW-Länderverbandes Sachsen Thüringen waren zur EU-Übung gefragt. Die Thüringer THW-Kräfte waren hauptsächlich mit der Logistik, Führung und Kommunikation befasst. Alles wurde aus den Ortsverbänden mitgeführt. Im Einsatzort fanden sie nur eine Wiese vor. In kürzester Zeit wurde am Freitag die notwendige Infrastruktur aufgebaut. Am Abend begann dann der große Regen und verwandelte die Wiese in eine Schlammfläche. In der Zwischenzeit sind weitere Helfer mit ihrer Technik in Litemorice eingetroffen. Das Übungsgelände lag direkt an der Elbe (Albis).
Viel Arbeit für die Eisenacher, doch schnell war das Camp mit Strom aus der Netzersatzanlage versorgt. Etwas Ruhe gab es dann am Samstag für die Eisenacher, sie konnten sich zum Teil die weiteren Maßnahmen der Übung ansehen.
Da gab es die Menschenrettung von einer Elb-Insel mit Booten, Schwimmpanzern und einem Hubschrauber oder den Sandsackverbau der sächsischen Helfer, die so einen riesigen «Swimmingpool» bauten. Wasser wurde von den deutschen Katastrophenschützern aus der Elbe hineingepumpt, die tschechische Feuerwehr pumpte es wieder in die Elbe zurück. Einsatzszenarien gab es weiterhin beim Stegebau, beim«Einsturz» einer Feuerwache mit einer großen Explosion. Vorgeführt wurden von beiden Seiten Pumpen verschiedener Größen (60000 Liter/min und 15000 Liter/min), einen Löschpanzer des Rettungskorps der Tschechischen Armee wurde in Einsatz gebracht.

Die Übung zeigte wie im EU-Mechanismus zusammengearbeitet werden kann. Zahlreiche Beobachter aus den EU-Staaten waren gekommen, um sich über die Übung-Albis zu informieren. Aktiv wirkten Vertreter der EU bei der Übungsdurchführung mit.
Über 500 Mitwirkende hatte die gemeinsame Übung. Dabei waren neben dem THW, Tschechische Freiwillige Feuerwehren, das Feuerwehr-Rettungskorps (HZS), die Polizei, die Armee mit ihrem Rettungskorps, der Medizinische Rettungsdienst, die Wasserwacht, die Flussaufsicht und viele weitere tschechische Behörden.

Samstagabend hatte man dann endlich Zeit, um bei einem Bier gemeinsam auf den erfolgreichen Verlauf der Übung anzustoßen.
Beide Partner HZS und THW haben die Übung positive bewertet, ebenso war die erste Wertung der EU. Sprachliche Reserven in der Kommunikation auf Helferebene zwischen THW und Feuerwehr/Armee in den Einsatzabschnitten waren die einzigen Probleme, die deutlich wurden. Auf der Ebene der Führungen der Verbände gab da jedoch keine Probleme.

Sonntag bauten die Eisenacher Helfer alles ab, sie halfen auch anderen Fachgruppen und säuberten das schlammige Gelände. Gegen 21.30 Uhr trafen sie wieder in Eisenach im Ortsverband ein. Dort wird nun die Technik gesäubert und die Zelte getrocknet.

Pause auf der Rückfahrt

Rainer Beichler |

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