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Eiszapfen und Schneeräumung auf Nebenstraßen

Die Eisenacher Feuerwehr ist nach wie vor wegen Eiszapfen häufig im Einsatz und stößt dabei teilweise an ihre Grenzen. Die Stadtverwaltung appelliert deshalb an alle Bewohner, die Feuerwehr nur im Notfall zu Hilfe zu rufen. Laut der ordnungsbehördlichen Verordnung der Stadt (Paragraph 9) sind die Eigentümer von Gebäuden selbst verpflichtet, Eiszapfen und Schneeüberhänge zu beseitigen. Sie haften auch für Schäden, die durch herabfallende Eiszapfen verursacht werden. Die Feuerwehr sollte nur in wirklichen Notfällen gerufen werden.

Schwierigkeiten haben die Wehrmänner auch, weil nicht alle Straßen für die Drehleiter befahrbar sind. Schneeberge und parkende Autos verhindern oft, dass das schwere Fahrzeug zum Einsatz kommt – so unter anderem am Frauenberg und in der Emilienstraße.

Größere Mengen Eiszapfen mussten die Feuerwehrmänner an der Barfüßerstraße – hier über 80 Meter Dachlänge – und in der Johannisstraße (25 Meter) entfernen. Inder Hospitalstraße waren die Zapfen bis zu zwei Meter lang und mussten teilweise mit dem Gasbrenner abgeschmolzen werden, um niemanden durch das herabfallende Eis zu gefährden.

Verstärkte Kontrollen ab 4 Uhr morgens
Auch die städtischen Räumfahrzeuge kommen nicht überall durch. Nachdem alle Hauptstraßen geräumt sind, sind die Pflüge seit gestern vorrangig in Nebenstraßen unterwegs und zwar bereits ab 4 Uhr früh. Da die Fahrzeuge an vielen Stellen wegen verkehrswidrig parkender Autos nicht durchkommen, kontrolliert das Ordnungsamt nun verstärkt auf diesen Straßen, vor allem in Südviertel – ebenfalls bereits ab 4 Uhr. Vor allem in der Domstraße, Barfüßerstraße und im Klosterweg wurden dabei Falschparker festgestellt.
Probleme mit falsch parkenden Fahrzeugen hat auch die Müllabfuhr: Etliche Straßen können vom Entsorgungsunternehmen USW nicht angefahren werden.
Die Stadtverwaltung appelliert deshalb nochmals an alle Autofahrer, Halte- und Parkverbote zu beachten und ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass die Straße passierbar bleibt – nicht zuletzt auch für Einsätze der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes.

Wegen der Schneelast drohte in der Langensalzaer Straße eine Lagerhalle einzustürzen. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach-Mitte räumten das Dach teilweise. Der Einsatz wurde dann abgebrochen, weil nicht klar war, ob das Dach hält. Die Halle, die einem privaten Eigentümer gehört, wird derzeit nicht genutzt. Der einsturzgefährdete Bereich ist nicht öffentlich zugänglich.
Die ordnungsbehördliche Verordnung, Hinweise zum Winterdienst und zur Räum- und Streupflicht finden sich auch auf www.eisenach.de, Menüpunkt »Winterdienst”.

Rainer Beichler | | Quelle:

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