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Erdfall in Tiefenort: Betonplombe wird durchbohrt

Gestern kam es in den Morgenstunden in Tiefenort zu einer erneuten Erdabsackung auf dem Grundstück Frankensteinstraße 15. Unverzüglich wurde die Schadensstelle weiträumig abgesperrt und gesichert. Die unmittelbar nach dem Ereignis eingeleiteten Untersuchungsmaßnahmen wurden ausgewertet.

In der Nacht zu heute zeigten sich keine neuen Absenkungen an der Schadensstelle, außer kleineren Abbröckelungen im Randbereich zwischen der alten abgesackten Betonplombe und dem Bruchrand.

Die Kamerabefahrung in der 57 m tiefen Schrägbohrung, die gestern gegen 14 Uhr erfolgte, gab einen ersten Aufschluss zum Ereignis, wenngleich lediglich die Befahrbarkeit bereits bei einer Teufe von ca. 18,3 m endete. Eine tiefere Befahrung war nicht möglich. Daraus schlussfolgern die Fachleute, dass die Bewegung unterhalb der Betonplatte in mehr als 18 m Tiefe erfolgt sein muss.

Für die nächsten Tage wurden Festlegungen getroffen, die einerseits der weiteren Ursachenerkundung, andererseits aber auch der Sicherheit vor Ort dienen. So werden am heutigen Freitag durch die Firma TERRA MONTAN, Gesellschaft für angewandte Geologie mbH Suhl, Aufmessungen der Schadstelle vor Ort vorgenommen und zur Kontrolle und Sicherheit eine Reihe neuer Messpunkte außerhalb der Schadensstelle festgelegt. Seit 10 Uhr führt die Firma Bergsicherung Ilfeld Betonarbeiten aus, um einen Formschluss zwischen der Betonplombe und der bestehenden Einbruchwand herzustellen.

Das kommende Wochenende wird zum Abbinden des Betons benötigt, damit diese Fläche ab Montag zur Errichtung einer Bohrbühne verwendet werden kann. Danach ist geplant, die vorhandene Betonplombe zu durchbohren, um zu weiteren Erkenntnissen zu gelangen. Spätestens am kommenden Dienstag werden hierzu erste Ergebnisse erwartet.
Auch am Wochenende werden durch das Bergamt Bad Salzungen täglich im notwendigen Umfang Vor- Ort- Kontrollen durchgeführt, um mögliche Veränderungen sofort zu erkennen und notwendige Maßnahmen unverzüglich ergreifen zu können.

Ab Montag werden regelmäßig Nivellements (Höhenmessungen) vor Ort hinsichtlich möglicher Setzungen durchgeführt. Die Wohngebäude sind in diese Vermessungsarbeiten eingebunden. Ferner werden umgehend Erdfallpegel zur Erfassung möglicher Bewegungen im Untergrund errichtet. Es wird eine Tiefenbohrung ins Salinar (Erdschicht) vorbereitet. Diese soll Aufschluss darüber geben, welche Sicherheitsmaßnahmen technisch zweckdienlich und zielführend sind.
Eine Ermittlung des Bauzustandes der unmittelbar im Umfeld der Schadensstelle befindlichen Wohnhäuser durch das zuständige Bauamt des Landkreises wurde veranlasst.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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