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Bildquelle: TMLNU

Erster Wildkatzenkorridor in Thüringen

Mit einer Pflanzaktion in der Gemeinde Hörselberg begann Donnerstag die Realisierung eines umfangreichen Naturschutzvorhabens im Freistaat Thüringen. «Mit dem Beginn der Umsetzung des ‚Wildkatzenkorridors’ wird ein erster Meilenstein zur Vernetzung der Wildkatzenbestände und zur Erhaltung dieser geschützten Tierart in Thüringen gesetzt», unterstrich der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, beim symbolischen Spatenstich.

Die Bepflanzungsaktion ist Auftakt für das Entstehen eines über 1,2 km langen und 50 Meter breiten Grünstreifens als Waldkorridor mit zukünftig 20000 Bäumen und Sträuchern. «Die Wildkatze ist als waldgebundene Tierart im Hainich Symbol des Nationalparks und steht seit 1995 zusammen mit dem ehrenamtlichen Naturschutz im Fokus gemeinsamer Naturschutzaktivitäten im Freistaat Thüringen», betonte Minister Dr. Sklenar.

Im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahren werden als Verbindung der Waldregionen Hainich und Thüringer Wald ein Biotopverbund angelegt und damit die vorhandenen Bestände geschützt und in ihrer weiteren Verbreitung unterstützt. Das Projekt dient auch dem Artenschutz von Luchs oder Rauhfußhühnern und ist ein Beitrag zur großräumigen Vernetzung von Waldgebieten in Thüringen, Bayern und Hessen als ursprünglichem Lebensraum.

«Wo die Wildkatze bislang an ihre Grenzen stieß, wird sie nach dem Neubau der Autobahn A4 Hörselbergumfahrung und der Realisierung der Ausgleichsmaßnahmen weitere Lebensräume erobern können», resümierte Minister Dr. Sklenar. «Ein Rettungsnetz für die Wildkatze» ist eines der 180 innovativsten Umweltprojekte Deutschlands und wurde im Juni dieses Jahres auf der Woche der Umwelt durch Bundespräsident Horst Köhler vorgestellt.

Das BUND-Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) seit 2004 in Bayern, Hessen und Thüringen mit 494000 Euro sowie von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) mit 150000 Euro gefördert. Der BUND Thüringen trägt mit 125000 Euro zum Projekt bei.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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