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Es reicht! Schmerzgrenze der Spritpreiserhöhung überschritten

Die seit Wochen andauernden Preissteigerungen bei Benzin und Diesel durch die Mineralölkonzerne verteuern die Transportleistungen und überschreiten bei den Fahrtkosten mobiler Arbeitnehmer die «Schmerzgrenze».

Die zurzeit geltende Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer deckt bei weitem nicht mehr die Kosten für den Weg an den Arbeitsort. Wir fordern deshalb die Anhebung auf 40 Cent pro Kilometer bei den Steuererklärungen des Lohnsteuerjahresausgleichs bereits für das Jahr 2011.

«Leider hat unsere Forderung, der sich der ADAC und der Bund der Steuerzahler bereits angeschlossen haben, bei der Politik noch nicht zu den notwendigen Reaktionen geführt. Jede Preiserhöhung an der Tankstelle spült schließlich durch höhere Mehrwertsteuer, Mineralöl- und Ökosteuer zusätzliche Einnahmen in die Staatskasse», konstatiert Günther Richter, Landesgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), und macht dies mit nachstehendem Berechnungsbeispiel deutlich:

Preis für Super-Benzin: 1,60 Euro brutto
davon sind: 0,26 Euro Mehrwertsteuer

0,65 Euro Energiesteuer (Mineralöl- u. Ökosteuer)
0,04 Euro Tankstellenpächter

Der Staat kassiert 0,91 Euro pro Liter Super-Benzin, das sind 57 Prozent je Liter.

«Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf für die Politik», so der Thüringer Mittelstandsvertreter. Richter hält auch eine deutliche Absenkung der Energiesteuer um mindestens 0,20 Euro pro Liter für einen gangbaren Weg. «Wo bleibt denn der Ruf: Mehr Netto vom Brutto? Hier besteht politischer Handlungsbedarf, damit die Binnenkaufkraft durch die Spritpreise nicht weiter verringert wird.»

Rainer Beichler | | Quelle:

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