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Fahnenaktion und Buchlesung anlässlich des Aktionstages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Eisenach an der bundesweiten Fahnenaktion rund um den 25. November, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“. Deshalb werden am 25. November die Fahnen „frei leben – ohne Gewalt“ vor dem Rathaus wehen, mit denen TERRE DES FEMMES ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen setzt.
„Terre des femmes“ hat 2001 erstmals bundesweit eine Fahnenaktion gemeinsam mit Frauenbeauftragten, Frauenhäusern und anderen Organisationen und Verbänden organisiert. Die Stadt Eisenach beteiligt sich von Anfang an dieser Aktion.

Dieses Jahr fordert der Verein, der sich weltweit für Frauenrechte einsetzt, unter dem Motto: „Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen“, dass ausreichend Plätze in Frauenhäusern für alle Mädchen und Frauen bereitgestellt werden.

Mit der Fahnenaktion erinnern die Gleichstellungsbeauftragte und das Frauenhaus Eisenach zudem daran, dass seit 25 Jahren von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder Schutz, Obdach und Beratung im Frauenhaus Eisenach erhalten. In dieser Zeit lebten 953 Frauen und 1235 Kinder zeitweise für einige Tage bis zu mehreren Monaten im Eisenacher Frauenhaus. Zusätzlich bietet das Frauenhaus eine ambulante Beratung für Betroffene und Angehörige an. Die Polizeiinspektion, das Jugendamt, das Ordnungsamt, die Gleichstellungsbeauftragte, die Familienberatungstellen, der Kinderschutzdienst, der Weisse Ring e.V. und weitere Einrichtungen begleiten und unterstützen diese Arbeit im regionalen Netzwerk gegen häusliche Gewalt. Die Stadt Eisenach fördert die Arbeit des Frauenhauses mit jährlich rund 97000 Euro. Weitere Fördermittel kommen vom Wartburgkreis und dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Buchlesung am 30. November
Anlässlich des Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen“ laden die Gleichstellungsbeauftragte und das Frauenhaus außerdem zu einer Buchlesung mit Dorthe Ahlers ein, die am Mittwoch, 30. November, 19 Uhr in der Buchhandlung „Leselust“, Georgenstraße 2 stattfindet. Die Autorin stellt ihr Buch „Angst zeigt Gesicht“ vor. Häusliche Gewalt gegen Frauen hat auch massive Auswirkungen auf die Kinder in der betroffenen Familie. In dem Buch schildert die Autorin anhand eigener Erfahrungen, wie häusliche Gewalt Kindern in ihrer Entwicklung schadet und Auswirkungen auf ihren weiteren Lebensweg hat. Die Veranstaltung wird von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen gefördert. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung gebeten an die Gleichstellungsbeauftragte 03691/670-160 oder gleichstellung@eisenach.de bis zum 29. November.

Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“:
Der Internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ geht als Gedenktag zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt.
Lateinamerikanische und karibische Feministinnen gedachten 1981 dieser Frauen und riefen den 25. November zum internationalen Gedenktag an die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.

Andrea T. | | Quelle:

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