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Fliegerschule wird Jugendherberge

«Ihr habt Glück, ihr Lauterbacher», sagte Innenminister Christian Köckert bei seinem Besuch am Sonntag auf dem Harsberg. Dort laufen gegenwärtig die Vorbereitungen zum Ausbau der alten Kaserne zu einer modernen Jugendherberge. Grund für die Lauterbacher auf dem Harsberg zu feiern und auf das umfangreiche Projekt hinzuweisen.
In der einstigen Fliegerschule soll in gut fünf Jahren, so die Planer, Umwelterziehung gemacht werden. Entstehen werde neben der Jugendherberge auch ein Naturpark Treff. Rund 150 Plätze soll es in der Herberge geben, weitere 100 können auf dem Zeltplatz nächtigen. «Noch in diesem Jahr werden die Bauarbeiten zur Gebäudesanierung beginnen», sagte Dieter Eberhardt, Geschäftsführer des Thüringer Jugendherbergswerkes. Fünf Jahre werde die Bauzeit betragen, immerhin sei die Aufgabe sehr umfangreich und kostenintensiv. Jedoch sollen in zwei Jahren schon die ersten Gäste die Jugendherberge nutzen können.
Auf dem Harsberg entstehe etwas Einmaliges in Deutschland. Auf dem Gelände könne man die unterschiedlichsten Umweltstudien machen. Am Rande des Nationalpark Hainich sind Teiche und Biotope angelegt, lange und kurze Wanderungen sind möglich, aber es gibt auch Platz für Sport und Spiel. Ein Nachbar ist der Gleitschirm- und Drachenfliegerclub, der am Harsberg sein Fluggelände hat.
1999 wurde der Förderverein «Jugendherberge auf dem Harsberg» gegründet. Ziel sei es, im öffentlichen Interesse die Einrichtung und den Betrieb der Jugendherberge zu fördern. Das Bauvolumen betrage rund 3,5 Millionen Euro. Darin sei jedoch der bestehende ehemalige Fliegerhangar aus Kostengründen nicht einbezogen. Vereinsmitglieder suchten gemeinsam nach einer Lösung.
Mittlerweile wurde daraus ein ehrgeiziges Projekt. Mit Unterstützung des Landkreises, der Nationalpark-Hainich-Verwaltung sowie der Naturpark-Eichsfeld-Hainich-Werratal-Verwaltung soll das Gebäude zu einem Bildungs- und Jugendbegegnungszentrum ausgebaut werden. Vorgesehen ist die Unterbringung eines Nationalpark Bildungszentrums mit Seminar-, Lehrstätten- und Verwaltungsräumen. Geschaffen werde solle auch ein touristisches Erlebnisangebot.
Mit seiner Veranstaltung hat der Förderverein am Wochenende auf die Vorhaben und die vielen Probleme hingewiesen. Hunderte Bürger folgten der Einladung und kamen auf den Harsberg. Neben der Besichtigung der Gebäude gab es zahlreiche Informationsstände. Sportlich ging es auf dem Beachvolleyballplatz zu. Für die Kinder waren viele Spielmöglichkeiten aufgebaut und im Festzelt boten Musiker viel Unterhaltung.
Aber auch über die Geschichte der Fliegerschule wurde gesprochen, einige «Ehemalige» fanden den Weg nach Lauterbach.
Das Wetter machte leider den Gleitschirm- und Drachenfliegern erneut ein Strich durch die Planung: Es war kein Flugwetter.

Historische Bauelemente
Geländeplanung
Beachvolleyball

Rainer Beichler |

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