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Gedenkkränze an Georgenkirche zerstört – Politische Motivation nicht ausgeschlossen

Zeugen gesucht!
Eine unangenehme Entdeckung machten am Anfang der Woche die Mitarbeiter des Amtes für Tiefbau und Grünflächen, als sie auf dem Eisenacher Marktplatz die regelmäßige Reinigung vollzogen. Zwei Gedenkkränze, welche vormals an der Georgenkirche angebracht waren und anlässlich des 13. August durch die Vertreter von SPD und CDU dort niedergelegt wurden, waren gänzlich zerstört und in den Marktbrunnen geworfen. Ein dritter Kranz (gestiftet von Oberbürgermeisterin) blieb von der unsäglichen Aktion verschont und befand sich noch an dem vorgesehen Platz.

„Eine pietätlose Tat“, nennt der Eisenacher CDU-Kreisvorsitzende Raymond Walk den Vorfall, von einer „Herabwürdigung des Gedenkens an die Opfer des 13. August“ spricht die SPD-Kreisvorsitzende Heidrun Sachse. Gemeinsam stellten die Parteien daher heute bei der Polizei Strafanzeige.

Die Hintergründe dieser sinnlosen Straftat sind bisher noch nicht geklärt. Auch eine politische Motivation ist nicht ausgeschlossen. „Wir hoffen jetzt auf die Mithilfe der Bevölkerung, schließlich befanden sich die Kränze ja an der Georgenkirche mitten in der Innenstadt. Ohne diese Zeugenhinweise wird es ansonsten auch für die Ermittlungsbehörden schwierig, die Tat aufzuklären!“, so die beiden Parteivorsitzenden.

Steffen E. | | Quelle: ,

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  • besorgter Eisenacher

    Gedenken an das DDR-Unrecht wird in einer von einer Kommunistin regierten Stadt zerstört. Haben wir noch 1953?!

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