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Gedenkveranstaltung an der ehemaligen Synagoge

Am Sonntag, 9. November, fand eine Gedenkveranstaltung an der ehemaligen Synagoge statt – sie wurde während der Pogromnacht 1938 von Nationalsozialisten zerstört.
Zuvor gab es in der Georgenkirche und in der Elisabethkirche Gottesdienste.

Zur Gedenkveranstaltung sprachen die Superintendentin Martina Berlich, Oberbürgermeister Matthias Doht, Sigurd Hoppe vom DGB und Dechant Raimund Beck.
Die Gedenkfeier gestalteten Schülern der Goetheschule mit Gedichten und Liedern.

Alle Redner verurteilten das Geschen vor 70 Jahren. Auch in Eisenach brannte damals die Synagoge. OB Doht forderte, dass der 9. November nie vergessen werden dürfe. Es müsse mehr für das Geschichtsbewusstsein besonders in den Schulen und der Lehrausbildung getan werden.
Dem Antisemitismus in Deutschland muss entschieden entgegen gewirkt werden. Martina Berlich erinnerte an die vielen persönlichen Schicksale der jüdischen Menschen.

Am Eingang zur Gedenkstätte standen Koffer und persönliche Dinge – Mahnmale für die Deportationen, die mit den brennenden Synagogen eingeleitet wurden.

Im Rahmen des Gedenkens gab es die Reihe «Kultur des Erinnerns», so ist in der Nikolaikirche eine Ausstellung zu diesem Thema zu sehen. 17 Tafeln zeigen das Leid der Eisenacher Juden im Nationalsozialismus.
Weiterhin gab es eine Podiumsdiskussion und Sondersendungen im Wartburgradio.

Persönliche Sachen erinnern an die Deportationen

Rainer Beichler |

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