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Geschichtliches über die Eisenacher Kirchen (7)
Pfarrkirche St. Elisabeth

In der Wartburgstadt werden zum «Tag des offenen Denkmals» am 9. September die Kirchen in der Stadt im Mittelpunkt stehen. Das bundesweite Motto «Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten» ermöglicht eine enge Verbindung zu dem in diesem Jahr gefeierten Elisabethjahr.
Neben den bekannten Kirchen der Stadt – Georgenkirche, Nikolaikirche, Annenkirche und Pfarrkirche St. Elisabeth werden auch die ehemalige Predigerkirche und die älteste Kapelle in Eisenach, die Clemenskapelle sowie mehrere Dorfkirchen der Ortsteile an diesem Tag geöffnet sein. Bei den vielfältigen Veranstaltungen wird stets die Geschichte der Kirchen einen zentralen Stellenwert einnehmen:.

Pfarrkirche St. Elisabeth
Im Jahr 1886 wurde der Grundstein für die Pfarrkirche St. Elisabeth in Eisenach gelegt und mit dem Bau der Kirche nach den Entwürfen von Prof. Schneider (Kassel) begonnen. Vorbild für die neugotische, aus Muschelkalk und Sandstein erbaute Kirche in Eisenach war die Elisabethkirche zu Marburg. Zwei Jahre später – am 8. September 1888 – wurde die Kirche zu Ehren der Hl. Elisabeth geweiht.
1934 stand die erste große Renovierung an, die mit einer kompletten Neuausmalung einherging. Nach dem Konzil wurden Altar, Kanzel und Wandmalereien entfernt und die Kirche in einem nüchternen Weiß gestrichen. Der größte Teil der alten, teilweise durch den Zweiten Weltkrieg beschädigten Kirchenfenster wurde entfernt.
Zum 100. Jahrestag ihres Bestehens wurde die Elisabeth-Kirche 1988 im Innenraum instand gesetzt. In den Jahren 2000/2001 erfolgten eine vollständige Außensanierung sowie zusätzlich eine modernere Innenausstattung (Fußbodenheizung, Elektro- und Lautsprecheranlage). Ein Jahr später konnten die Kirchenfenster und der Innenraum neu gestaltet werden: 15 Fenster sowie das Türoberlicht wurden in Schmelzglasmalerei neu hergestellt. Den Auftrag dazu erhielt die Glaskünstlerin Chistiane Schwarze-Kalkoff aus Halle, deren Entwürfe durch die Glasmalerei Peters (Paderborn) umgesetzt wurden. Gleichzeitig wurden die noch erhaltenen Fenster aus der Entstehungszeit der Kirche (über dem Haupteingang, in der Sakristei und der Sakramentskapelle) restauriert. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Fenster wurde auch der Sakralraum mit abgestimmten und warmen Farben erneuert. Die Sanierung der Kirche wurde 2006 vollendet.
Zur Ausstattung der St. Elisabethkirche gehören u.a. ein Flügelaltar im Chorraum, dessen Mittelteil aus dem späten 15. oder dem frühen 16. Jahrhundert stammt, zwei Reliefs aus dem ursprünglichen Hochaltar der Kirche und eine Monstranz mit Elisabethreliquie (dat. Ende 19. Jh.). Die jetzige Orgel wurde 1972 eingebaut.
Die jüngste Sanierung endete im vergangenen Jahr. Im Elisabethjahr besuchen rund 400 Gäste am tag die Kirche in der Sophienstraße der Wartburgstadt.

Rainer Beichler | | Quelle:

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