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Bildquelle: Stadtverwaltung

Grabmal von Prof. Hermann Nebe ist wieder hergestellt

Das Grabmal des einstigen Burgwarts der Wartburg, Prof. Hermann Nebe, wurde bei einem Sturm im Januar stark beschädigt. Es konnte jetzt dank der Unterstützung mehrerer Sponsoren wieder restauriert werden.

In der Nacht vom 18. zum 19. Januar dieses Jahres hatte der Orkan Kyrill eine Birke, die hinter dem Grabmal stand, umgeworfen. Der Baum stürzte auf das Grab, wobei auch zwei Steine des Grabmals zerbrachen.
Der Eisenacher Natur- und Steinmetzbetrieb Andreas Schäfer konnte für die Restaurierung des Nebe-Grabmals gewonnen werden. Er fügte die zerbrochenen Teile zusammen und reparierte und errichtete das Grab wieder. Die verbleibenden Kosten in Höhe von 1071 Euro wurden von mehreren Sponsoren übernommen. Zu den Spendern gehören Falk Horn, die Firma Nohl, Hans-Peter Fink, Renate Link und Gertraut Wehling. Außerdem übernahm die Firma P. Schiek kostenfrei die Erneuerung der Grabinschrift. Die gesamte Spendensumme ermöglicht es zudem, die Grabstätte mit frischen Bodendeckern zu bepflanzen. Die Friedhofsverwaltung wird im kommenden Frühjahr diese Pflanzarbeiten erledigen.

Prof. Hermann Nebe wurde 1877 in Halberstadt geboren und starb 1961 in Eisenach. Er war Redakteur der Eisenacher Tagespost und ab 1925 Burgwart der Wartburg. Von 1946 bis 1952 leitete er die Wartburg-Stiftung. Seinem Engagement ist der Erhalt der historischen Grundsubstanz auf der Wartburg in den Kriegswirren zu verdanken. Prof. Nebe gehörte zu den Gründern des Eisenacher Geschichtsvereins und er war Ehrenpräsident der Eisenacher Sommergewinnszunft. In Eisenach erinnert bis heute die Nebestraße an das Wirken von Prof. Hermann Nebe.

Oberbürgermeister Matthias Doht dankt im Namen der Stadtverwaltung allen Sponsoren für ihre Unterstützung, ohne die das Grabmal von Prof. Hermann Nebe nicht so rasch wieder hätte hergerichtet werden können. Da es sich bei dieser Grabstätte nicht um ein Ehrengrab oder ein denkmalgeschütztes Grab handelt, gibt es für die Beseitigung von Beschädigungen hier keine Zuschüsse. Der OB würde sich freuen, wenn sich auch für andere, beschädigte Grabstätten noch Sponsoren finden würden.

Mit solcher Hilfe könnte beispielsweise auch die denkmalwürdige Grabstätte von Oberforstrat Huldreich Matthes restauriert werden. Der Geh. Oberforstrat Prof. Dr. h. c. Huldreich Friedrich Matthes war der letzte Direktor der Eisenacher Forstakademie, die 1915 aufgelöst wurde. Auch die historischen Grabstätten der alteingesessenen Eisenacher Familien Liebetrau und Creuzburg mit ihren Sandstein-Grabsteinen aus den Jahren 1874 bzw. 1894 sind erhaltenswert und dringend restaurierungsbedürftig.

Zerstörtes Grab

Foto: ©Stadtverwaltung

Rainer Beichler | | Quelle:

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