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 | Bildquelle: Funkklub

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Bildquelle: Funkklub

Heiße Ohren und wunde Finger

Am Wochenende fand die 18. IARU Weltmeisterschaft im Amateurfunk statt. Gefunkt wurde auf 6 Kurzwellenbändern im Bereich von 1,8 bis 30 Mhz.

Das deutsche Team, organisiert im «Bundesverband für Amateurfunk», dass schon 9 mal diesen Titel errungen hat setzt sich aus 60 Funkamateuren verteilt an den Standorten München, Dresden, Rastatt, Weeze, Siegenburg, Ilmenau, auf dem Wetzstein im Thüringer Wald sowie auf der Mühlburg bei Gotha und in Horschlitt bei Eisenach zusammen.

Das deutsche Rufzeichen DA0HQ oder im internationalen Funkalphabet gesprochen Delta, Alpha, Null, Hotel, Quebec wurde in Telegrafie und Sprechfunk 24 Stunden um die Welt gesendet. In dieser Zeit mussten soviel wie mögliche Funkverbindungen weltweit hergestellt werden. Hierbei wurden Rufzeichen, ein Empfangsbericht (Report) und die Internationale Fernmeldeunions-Zone ausgetauscht.

Ein Teil der deutschen Titelanwärter, die dem Ortsverband Eisenach angehören waren vom Standort Horschlitt ca. 30km westlich von Eisenach entfernt im Äther im 160 Meter Band in Telegrafie auf der Frequenz 1,832 Mhz zuhören. In Horschlitt sind mehrere große Richtfunkantennen und ein 33 Meter hoher Mast für die Kurzwellenbänder von den Eisenacher Funkern aufgebaut.

Als Sendeantenne für die Weltmeisterschaft diente der 33 Meter Mast (Groundplane) und für die flach einfallenden Signale aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika Beverages Antennen.
Die 300 bis 400 Meter langen Beverages Antennen sind dünne Drähte die in verschiedene Hauptrichtungen aufgehängt werden, sie verbessern erheblich den Empfang. Trotz der weltweit schlechten Funkwetter-Bedingungen war das Team um Gerhard Kaiser (DL5AWI) mit den 1436 Morseverbindungen aus Horschlitt zufrieden. Wolfgang Ziegler (DL1AWI) erwähnte noch, dass es auf dieser Frequenz sehr schwierig ist Funkverbindungen aufzubauen, da die wenigsten Funker den Platz haben Antennen von diesem Ausmaß aufzubauen. Peter Kohde (DL3APO), Birgit Kohde (DG0OBN), aus dem entfernten Schkeuditz, Matthias Koch (DL5XU) und Erik Genau (DL9AWI) komplettierten den Teil der Nationalmannschaft.

Das gesamte Team von DA0HQ hat ein Endergebnis von 26690 Verbindungen mit verschiedenen Stationen erreicht – so viele Kontakte wie noch nie.
Insgesamt wurden 12140 CW-Verbindungen (Tastfunk) und 14550 SSB-Kontakte (Sprechfunk) in 24 Stunden erreicht, dass ergibt einen Schnitt von 1112 QSOs pro Stunde. Ob es zum Weltmeistertitel gereicht hat, werden die Ausnahmefunker aus Deutschland erst im Februar 2010 erfahren. Die Auswertung des Contests wird von der «International Amateur Radio Union» in den USA vorgenommen.

Des Weiteren planen der Eisenacher Matthias Koch und Wolfgang Ziegler aus Ruhla eine Funkexpedition im nächsten Jahr auf die im Pazifik liegende Insel Nuku Hiva.
Die Insel zählt geographisch zur Nordgruppe der Marquesas-Inseln und politisch zu Französisch-Polynesien.
Weitere Informationen zum Thema Amateurfunk sind im Internet unter www.darc.de/x11 oder jeden letzten Freitag im Monat zum traditionellen Funkstammtisch ab 18.30 Uhr im Galeriekaffee in der Ebertstraße bei den Funkfreunden aus Eisenach zu erfahren.

Foto: ©Funkklub

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Rainer Beichler |

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