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Industrie-Vertreter und OB fordern Neubau der Berufsschule

Für den Neubau des Berufsschulzentrums „Ludwig Erhard“ in Eisenach machen sich die Geschäftsführer der großen Industriebetriebe in der Region gemeinsam mit dem Oberbürgermeister stark. Ein entsprechendes Schreiben hat die Stadt nun an den Thüringer Bau-Minister Gerold Wucherpfennig geschickt. Darin heißt es: „Die zu bewältigende Aufgabe kann die Stadt nur mit Unterstützung des Landes durch entsprechende Förderung realisieren. Ich bitte Sie daher auch im Namen der wichtigsten Industrieunternehmen der Region um Ihre wohlwollende Unterstützung bei der für die Stadt, die Wartburgregion und vor allem für die ansässigen Industrieunternehmen so wichtigen zukunftsweisenden Investition.“
Die Stadt sieht vor allem in der gezielten Untersuchung einer Public-Private-Partnership-Variante (PPP) die realistische Möglichkeit, den baldigen Neubau einer Berufsschule in Eisenach zu realisieren. Unter PPP versteht man eine private Vorfinanzierung eines öffentlichen Vorhabens. Das neue Berufsschulzentrums soll für 800 bis 900 Auszubildende ausgelegt werden.

Unterzeichnet ist der Brief von den Geschäftsführern von Opel, Bosch, BMW, Benteler, Umform- und Fügetechnik, Schnellecke, EVB, EDAG, Wincanton, Lear und Siebenwurst Werkzeugbau und damit von den wichtigsten Großbetrieben.
Das gemeinsame Schreiben war am jüngsten Industriestammtisch vereinbart worden.

Die Unterzeichner verweisen darauf, dass die Stadt Eisenach zusammen mit dem Wartburgkreis, dem Ilmkreis und dem Landkreis Gotha die „Bildungsregion West“ initiiert hat. Hier wird geklärt, welche Berufsfelder künftig wo ausgebildet werden.

„Die überbetriebliche Berufsausbildung“, so heißt es in dem Brief weiter, „gewinnt immer mehr an Bedeutung für die Förderung der Ausbildung von Jugendlichen.“ Deshalb drängen die Unternehmen schon seit mehreren Jahren darauf, dass eine neue Berufsschule auf dem Gelände des ehemaligen Eisenacher Automobilwerks gebaut wird. Mit dieser Investition soll auch der Wirtschaftsstandort Eisenach als Ausbildungsstelle für die Metall- und Elektroindustrie nachhaltig gesichert werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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