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Interkulturelle Woche „Vielfalt verbindet“ in Eisenach eröffnet

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ hat Eisenachs Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales Ingo Wachtmeister am 22. September gemeinsam mit der Gebietsleiterin der SBH Südost gGmbH, Marion Schubert, die Interkulturelle Woche 2017 eröffnet.

Die Stiftung Bildung und Handwerk gGmbH (SBH) hatte zu einem Tag der offenen Tür am Heinrich-Ehrhardt-Platz eingeladen. Zahlreiche Besucher kamen und informierten sich in den Werkstätten über die Möglichkeiten der Aus- und Fortbildung im Metallbereich. Mehrere Eisenacher Bildungsträger präsentierten ihre Angebote zur beruflichen Qualifizierung. Zudem wurden Ergebnisse aus den Integrationskursen vorgestellt und auch gemeinsam musiziert.

Am Stand der Suchtberatung der Diako Thüringen wurde eine Integrationsbowle hergestellt, die natürlich ohne Alkohol zubereitet wurde. Die Alltagsbegleiter, die im Auftrag der Stadtverwaltung Unterstützung und Hilfe anbieten, gaben Einblicke in ihre Arbeit. Der Syrer Yakzan Izzo stellte ein traditionelles syrisches Handwerk vor. Er bearbeitete Kupferblech zu Wandornamenten. Die Besucher waren von seinem handwerklichen Geschick begeistert.

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Außerdem fand eine Podiumsrunde zum Thema „berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ statt. Thorsten Schmidt vom Jobcenter stellte fest, dass der Einstieg in den hiesigen Arbeitsmarkt langsam gelingt. Dennoch liegen die Erwartungen der Arbeitgeber und der Geflüchteten immer noch weit auseinander.

Shpetim Alaj, selbst als Bürgerkriegsflüchtling nach Deutschland gekommen, gab den „neuen“ Flüchtlingen mit auf den Weg, dass sie unbedingt die Sprache lernen sollen, um sich zu integrieren. Nur über den Kontakt mit den Einheimischen gelingt Integration. Flüchtlinge sollten so schnell wie möglich arbeiten, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Danach können sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen.

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Diana Zschiegner von Zschiegner Floristik berichtete von ihren Erfahrungen bei der Einstellung einer jungen Auszubildenden und wünschte sich mehr Unterstützung durch die Arbeitsagentur.

Als erster Syrer, der das Sprachniveau C1 erreicht hat, berichtete Omar Hajjar von seinen Schwierigkeiten seinen Traum vom Studium in Deutschland zu verwirklichen. Er konnte sein Studium in Syrien nicht abschließen. In den vergangenen zwei Jahren hat Omar Hajjar alles dafür getan, um die deutsche Sprache zu erlernen. Im nächsten Monat wird er sein Studium an der Bauhausuniversität Weimar beginnen.

Insgesamt zeigte die Auftaktveranstaltung, dass die Netzwerkpartner in Eisenach für die Integration in der Wartburgstadt gut zusammenarbeiten.

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Andrea T. | | Quelle:

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