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Ist der Erfolgskurs des St. Georg Klinikums
dem Wartburgkreis ein Dorn im Auge?

Nach einer hitzigen Debatte über das «Tor zur Stadt» schockierte alle Mitglieder des Eisenacher Stadtrates – über alle Parteigrenzen hinweg – die Nachricht über die Entscheidung des Kreistages Wartburgkreis, den Kooperationsvertrag zwischen dem St. Georg-Klinikum Eisenach und dem Uni-Klinikum Jena zum 31. März 2009 zu beenden und eine sofortige Neuausschreibung der Geschäftsführerstelle einzuleiten. «Der Wartburgkreis stoppt damit den Erfolgskurs des St.-Georg-Klinkums in Eisenach», zeigten sich alle Stadtratsmitglieder entsetzt. Ansinnen der gewählten Vertreter der Eisenacher Bürger war es vielmehr den eingeschlagenen Weg eines deutlichen Qualitätsgewinnes im Interesse der Mitarbeiter des Klinikums und der Patienten mit einem Beschluss fortzusetzen: Der Vertreter in der Gesellschafterversammlung des St. Georg-Klinikums Eisenach gGmbH (GKE) wird angewiesen, einer Fortführung des Dienstleistungsvertrages zwischen der GKE und dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) bis mindestens bis zum 31.12.2011 zuzustimmen.

Geschockt und entsetzt zeigt sich die SPD-Stadtratsfraktion Eisenach:
Das ist ein Schlag in das Gesicht der hoch motivierten Mitarbeiter des St. Georg-Klinikum Eisenach, eine Entscheidung gegen die positive Entwicklung des Klinikums im Interesse der medizinischen Versorgung, gegen den sich deutlich abzeichnenden Qualitätsgewinn durch die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Jena. Welche Interessen vertreten der Landrat des Wartburgkreises und die Mehrheit der Kreistagsmitglieder überhaupt? Wann wird die Katze aus dem Sack gelassen? Ist ihnen der Erfolgskurs des St. Georg Klinikums ein Dorn im Auge? Werden die Gräben zwischen dem Nord- und dem Südkreis gar bewusst wieder ausgehoben? Leidtragende des Kurses von Landrat und Wartburgkreis sind nun die Mitarbeiter und die Patienten.
Die SPD-Ratsfraktion Eisenach dankt allen Kreistagsmitgliedern, die sich für die qualitativ gute zukunftsfähige Lösung mit ihrer Stimmabgabe ausgesprochen haben. Viel Porzellan ist zerschlagen, Vertrauen in die Politik vor Ort gröblichst beschädigt worden. Die medizinische Versorgung auf hoher Qualität ist gefährdet. Die Emotionen werden in den nächsten Tagen (verständlicherweise) hoch schlagen. Die SPD-Stadtratsfraktion Eisenach fordert die Gesellschafter auf, rasch zu Sachlichkeit zurückzukehren. Das hohe Gut der medizinischen Versorgung darf nicht durch kommunalpolitische Ränkespiele mit Füßen getreten werden; auf den Rücken der Mitarbeiter des Klinikums und der Patienten. Im Sinne der Mitarbeiter und der Patienten ruft die SPD-Fraktion Eisenach dem eigenen Rathauschef, in Anlehnung an den Schmied von Ruhla, zu: Oberbürgermeister Matthias Doht bleibe hart! Der sich nun abzeichnende Weg dürfte nicht nur steinig werden, sondern wohl auch durch Felsbrocken, aufgetürmt von «Wegelagerern und Räubern», blockiert sein. Ihn befreien und damit einer bereits eingeschlagenen zukunftsträchtigen Lösung die Weiterführung zu sichern, ist die klare Forderung der SPD-Ratsfraktion Eisenach. Im Interesse des St.-Georg-Klinikums, seiner Mitarbeiter und Patienten, sollten alle in Eisenach Verantwortung Tragende die Ärmel gemeinsam hochkrempeln.

PS: Die Entscheidung des Kreistages sollten jene verinnerlichen, die eine rasche Rückkreisung der Stadt Eisenach in den Wartburgkreis fordern!

Rainer Beichler |

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